Kriegerdenkmal in Großholthausen, Gefallene 1914-1918 und 1939-1945

MahnmalKriegerdenkmalSkulptur

Künstler: Fritz Richter-Elsner

Jahr: 1937-1939 (?)

Das Mahnmal in Großholthausen, geschaffen von Fritz Richter-Elsner (*1884, †1970), ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Zeitgeschichte. Errichtet aus Sandstein und Bruchstein mit einer zentralen Bronzefigur, wurde das Denkmal 1940 während des Zweiten Weltkrieges eingeweiht und diente als Instrument nationalsozialistischer Propaganda. Die halbrunde Anlage mit einem Durchmesser von etwa 25 Metern an der Kreuzung Kruckeler Straße/Löttringhauser Straße bildet einen Ehrenhof. Auf dem hellen Bruchsteinsockel steht die 3,00 m hohe bronzene Soldatenfigur in Uniform und Helm, die eher Kampfbereitschaft als Trauer symbolisiert. Die Wandgestaltung hinter der Figur besteht aus sechs pfeilerartigen Elementen zwischen Sandsteinreliefs, welche den damaligen Zeitgeist widerspiegeln. Ursprünglich waren auf diesen Pfeilern die Namen aller Gefallenen verzeichnet; heute sind nur noch die Namen von acht Dortmunder Vororten zu sehen, aus denen die 430 Gefallenen stammten. Nachdem das Denkmal im Oktober 1937 konzipiert wurde, erfolgte seine Fertigstellung laut Berichten erst 1938/39. Nach Kriegsende wurden Teile des Monuments beschädigt oder gestohlen – so auch die bronzenen Buchstaben mit den Namen der Toten. Erst nach Wiederfindung der Bronzefigur im Jahr 1959 wurde sie restauriert und erneut platziert. Eine Inschrift seit 1990 am Eingang reflektiert über den Wandel seiner Bedeutung: Das Monument wird kritisch betrachtet als Darstellung eines Regimes, welches bereits vor dem Zweiten Weltkrieg dessen Ausbruch plante. Aktuelle Beschädigungen zeigen weiterhin kontroverse Diskussionen um dieses historische Mahnmal auf.