Georg Kolbe

Künstler:in (*) 1877 (†) 1947 1 Kunstwerk

Leben: (*) 1877, (†) 1947

Anzahl Kunstwerke: 1

Georg Kolbe wurde 1877 im sächsischen Waldheim geboren. Er begann als Maler und studierte in Dresden, München und in Paris an der Académie Julian. Danach fing er in Rom an, auch bildhauerisch tätig zu werden. Unter dem Eindruck der Figuren Louis Tuaillons entwickelte er eine eigene, auf den menschlichen Körper konzentrierte Formensprache. Seit 1904 lebte Kolbe in Berlin, wurde Mitglied der Berliner Secession und gewann 1905 den Villa-Romana-Preis.

Während des Ersten Weltkriegs diente Kolbe als Soldat, erhielt Aufträge für Kriegsdenkmäler und wurde 1919 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. In der Weimarer Republik war er einer der gefragtesten Bildhauer Deutschlands. Nach 1933 wurden zwar expressionistischere Arbeiten als „entartet“ entfernt, zugleich beteiligte er sich aber weiterhin an offiziellen Ausstellungen des NS-Staats und nahm staatliche Aufträge an. Obwohl Kolbe nie NSDAP-Mitglied war, arrangierte er sich als Opportunist mit dem Regime. Hitler kaufte seine Werke, und der Künstler profitierte bis Kriegsende von lukrativen Staatsaufträgen.

Viele Werke gingen 1944 im Bombenkrieg verloren; Kolbe starb 1947 in Berlin. Sein damaliges Wohn- und Atelierhaus ist als Museum zugänglich.

Porträt von Georg Kolbe

Kunstwerke des Künstlers

Bellona von Georg Kolbe Bellona

Georg Kolbe