Hans Dammann
Hans Dammann (1867-1942) war ein deutscher Bildhauer, der für seine bemerkenswerten Werke in der Friedhofskunst und Kriegsdenkmälern bekannt war. Geboren am 16. Juni 1867 in Proskau, Schlesien (heute Polen), studierte Dammann zunächst von 1885 bis 1888 an der Technischen Hochschule Hannover. Um seiner Leidenschaft für die Bildhauerei nachzugehen, zog er dann nach Berlin und schrieb sich an der Akademie der Künste ein, wo er unter angesehenen Künstlern wie Gerhard Janensch studierte.
Nach Abschluss seiner Ausbildung in Berlin begab sich Dammann auf eine Reise nach Rom, bevor er nach Deutschland zurückkehrte. Schnell erlangte er Anerkennung als Künstler und stellte seine Werke von 1895 bis 1913 auf der renommierten Großen Berliner Kunstausstellung aus. In dieser Zeit erhielt er auch Aufträge für verschiedene Gedenkskulpturen und Grabmonumente.
Ein bemerkenswerter Aspekt von Hans Dammanns Karriere war sein Beitrag zur Friedhofskunst. Im Laufe seines Lebens schuf er rund 130 aufwendige Grabmonumente. Besonders erwähnenswert sind seine Entwürfe für zahlreiche Grabsteine auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf, darunter mindestens 18 zwischen 1906 und 1936.
Neben der Friedhofskunst übernahm Dammann Aufträge für öffentliche Denkmäler und andere Projekte in ganz Deutschland.
Während des Ersten Weltkriegs begann Dammann neben seinen zivilen Werken auch Soldatendenkmäler zu schaffen. Als selbst Reserveoffizier, der während des Krieges gedient hatte, hatten diese ergreifenden Gedenkstücke eine große persönliche Bedeutung für ihn.
Unter Kaiser Wilhelm II. wurde ihm der Professortitel als Anerkennung für sein künstlerisches Können verliehen.
Hans Dammann verstarb am 15. Mai 1942 und hinterließ ein Werk, das auch heute noch geschätzt und gewürdigt wird.
