Kriegerdenkmal in Somborn, Gefallene 1914-1918

KriegerdenkmalSkulptur

Künstler: Hans Dammann

Jahr: 1930

Das Kriegerdenkmal in Dortmund-Somborn, geschaffen von Hans Dammann im Jahre 1930 und eingeweiht 1933, ist eine eindrucksvolle Skulptur aus Naturstein. Es zeigt einen überlebensgroßen, sitzenden Soldaten in Trauerhaltung – ein Motiv ähnlich dem des Denkmals von Victor Heinrich Seifert in Dortmund-Wambel. Die Figur misst 1,80 m in der Höhe und 1,00 m in der Breite und ruht auf einem 1,30 m hohen und 1,80 m breiten einstufigen Sockel. Der Soldat stützt sein gesenktes Haupt trauernd auf einen Arm und hält in der anderen Hand einen Lorbeerkranz. Dieser Ausdruck steht im Kontrast zu vielen anderen kriegerischen Darstellungen der 1930er Jahre; er symbolisiert eher Trauer als Kampfbereitschaft. Der Sockel trägt die Inschrift „DEN GEFALLENEN DER GEMEINDE SOMBORN, 1914 – 1918“; sowie ursprünglich Tafeln mit den Namen von 115 Toten an seinen Seitenflächen. Die Skulptur befindet sich innerhalb einer Grünanlage, deren Entwurf vom Gartendirektor Nose des Städtischen Garten- und Friedhofsamts stammt. Über die Jahre hat sich das Erscheinungsbild dieser Anlage verändert; sie ist zugewachsen und die Namensplatten sind verschwunden. Interessant ist auch die Vorgeschichte des Denkmals: Ein langwieriger Prozess prägte seine Aufstellung durch Schwierigkeiten bei der Standortsuche und Finanzierung. Das Werk Dammanns (1867–1942) zeichnet sich durch seine frühe Fertigstellung bereits drei Jahre vor seiner Einweihung aus und entging dadurch möglicherweise einer späteren ideologisch geprägten Umgestaltung.