Hans Strobel
Hans Strobel, geboren in Weiden in der Oberpfalz als Kind eines Kaufmanns, etablierte sich als einflussreicher Architekt und Stadtplaner. Nach einem mit Auszeichnung abgeschlossenen Architekturstudium an der Technischen Hochschule München im Jahr 1907, sammelte Strobel erste Berufserfahrungen sowohl in Bremen als auch später in Leipzig, wo er zum Leiter der Stadterweiterung aufstieg. Sein Engagement wurde 1913 mit dem „Königlich Sächsischen Staatspreis“ gewürdigt. In Dortmund prägte er das Stadtbild maßgeblich durch Projekte wie den Volkspark mit dem Stadion „Rote Erde“, das Schwimmbad sowie mehrere Wohnsiedlungen – allesamt heute unter Denkmalschutz stehend.
Strobels architektonische Werke zeichnen sich durch ihre Verwendung von Naturstein aus, was insbesondere beim Ehrengrabmal Generalleutnant von Harbou aus dem Jahr 1925 deutlich wird. Neben seiner praktischen Tätigkeit trug er zur Theorie der Architektur bei und veröffentlichte zahlreiche Schriften seit 1912. Trotz einer beruflichen Herausforderung im Jahre 1927 blieb er bis zu seinem Tod im Jahr 1953 aktiv in seinem Fachgebiet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ihm die Ehre zuteil, Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau zu werden. Hans Strobel hinterließ ein bedeutendes Erbe in der deutschen Architekturlandschaft des frühen 20. Jahrhunderts und ruht nun selbst auf dem Dortmunder Hauptfriedhof in einem Ehrengrab.
