Ehrengrabmal Generalleutnant von Harbou

GrabmalEhrenmalRelief

Künstler: Hans Strobel

Jahr: 1925 (?)

Das Ehrengrabmal für Generalleutnant Andreas Friedrich Wilhelm von Harbou, entworfen vom Stadtbaurat Hans Strobel im Jahre 1925, ist ein eindrucksvolles Beispiel neorenaissancistischer Grabkunst. Der aus Naturstein gefertigte, viereckige Grabstein misst 1,60 m in der Höhe und 2,00 m in der Breite und ruht auf einem mehrstufigen Sockel. Die Vorderseite ziert eine Tafel mit der Inschrift: "Generalleutnant Wilhelm von Harbou *16.April 1865, verw. bei Courtecou 14.Sept.1914, † im Lazarett zu Laon 20.Sept.1914", umgeben von Lorbeerkränzen und Fackeln im Relief. Die Gestaltungselemente des Steins beinhalten klassische Motive wie Blattzungen und Perlstäbe (Astragal), die an antike griechische Architektur erinnern und den historistischen Stil unterstreichen. Ein kunstvoll gearbeitetes Wappen thront mittig über der Inschrifttafel. Ursprünglich war das Monument Teil einer halbrunden Wegführung innerhalb einer erhöhten Grabanlage, was sich aus Entwürfen und zeitgenössischen Fotografien ableiten lässt. Im Laufe der Zeit wurde das Grabmal jedoch umgestaltet. Andreas Friedrich Wilhelm von Harbou wurde 1856 geboren und diente als preußischer Berufsoffizier bis zu seinem Tod am 20. September 1914 infolge einer Verwundung während des Ersten Weltkriegs. Seine militärische Karriere führte ihn bis zum Generalleutnant; er engagierte sich sozial in Dortmund und genoss dort hohes Ansehen. Das Denkmal auf dem Südwestfriedhof in Dortmunds Innenstadt-West finanzierte sich durch Spenden aus der Bürgerschaft – ein Zeugnis bürgerschaftlichen Engagements sowie militärischer Ehrung zugleich.