Josef Sauerland
Josef Sauerland, ein deutscher Maler und Bildhauer aus Warburg, war bekannt für seine Ölgemälde und bauplastischen Werke. Aufgewachsen als Kind eines Bildhauers, erlernte Sauerland zunächst das Handwerk der Malerei, bevor er an der Folkwang-Schule in Essen sein Kunststudium aufnahm. Seine künstlerische Laufbahn wurde durch den Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg unterbrochen, wo er schwer verwundet wurde. Nach dem Krieg setzte er sein Studium an der Hamburger Kunstakademie fort und etablierte sich anschließend als freischaffender Künstler in seiner Heimatstadt.
Sauerlands frühe Arbeiten waren noch vom deutschen Impressionismus beeinflusst, doch mit der Zeit entwickelte sich sein Stil hin zu klar gegliederten Farbflächen und später zu einem expressiven Einsatz von Farbe und Pinselstrich. Er nutzte die Malerei zur Darstellung innerer Zustände und wandte sich damit vom Realismus ab. Neben Porträts beschäftigte er sich auch intensiv mit Stadtansichten Warburgs.
Zu seinen bedeutenden öffentlichen Werken zählen Gestaltungen von Eingängen des Gymnasiums Marianum sowie mehrere Brunnenanlagen in Warburg. Ein Beispiel seiner bildhauerischen Arbeit ist das Relief aus Kalkstein für die Gedenktafel St. Clemens aus dem Jahr 1982.
Nach seinem Tod im Jahr 1991 hinterließ Josef Sauerland über 160 Ölbilder, die dem Museumverein in Warburg anvertraut wurden. Sein Schaffen wurde posthum in verschiedenen Ausstellungen gewürdigt, darunter eine Retrospektive im Museum im Stern in Warburg im Jahr 2011 mit dem Titel "Josef Sauerland – Ein Warburger Maler".
