Gedenktafel St. Clemens
Künstler: Josef Sauerland
Jahr: 1982
Das etwa 3,00 m hohe und 0,67 m breite Relief aus Anröchter Dolomit , ein Werk des Künstlers Josef Sauerland aus dem Jahr 1982, ist eine Gedenktafel für die St. Clemens Gemeinde in Dortmund-Hombruch. Das Kunstwerk zeigt einen Geistlichen mit Hirtenstab und ist umgeben von kleineren comicartigen Darstellungen verschiedener Personen und Gebäude. Die Inschriften auf dem Relief erzählen die Geschichte der Gemeinde: „TÄUFLING / SCHÜLER / IV PAPST / TRÖSTER / GEFANGENER / MÄRTYRER“; „ST. CLEMENS GEMEINDE / 1862 VON ARBEITERN DES BAROPER WALZWERKES GEGRÜNDET / 1864 PFARREI / 1870-71 ST. CLEMENS KIRCHE ERBAUT UNTER PFR .WILHELM VOGT. DURCH DIÖZESANBAUMEISTER GÜLDENPFENNIG / 1871 GEWEIHT DURCH BISCHOF KONRAD MARTIN / 1945 AM 10.3. DURCH BOMBEN ZERSTÖRT PFR. MEIWES FAND DABEI DEN TOD / 1946-48 UNTER PFR. JOSEF TRAPHAN WIEDER AUFGEBAUT / DAS GRUDNSTÜCK/ STIFTETE CLEMENS VON ROMBERG. IHM ZU EHREN WÄHLTE PFR. VOGT DEN HL. CLEMENS VON ROM ZUM PFARRPATRON. CLEMENS WAR DER IV. BISCHOF VON ROM 92-101. NACH DER LEGENDE WURDE ER VERBANNT UND STARB DEN MÄRTYRERTOD“. Ihre Gründung im Jahre 1862 durch Arbeiter des Baroper Walzwerkes, die Errichtung der Pfarrei zwei Jahre später sowie den Bau der St. Clemens Kirche zwischen 1870-71 unter Pfarrer Wilhelm Vogt und Diözesanbaumeister Güldenpfennig. Die Weihe erfolgte durch Bischof Konrad Martin im Jahr 1871. Besonders bewegend ist die Erwähnung der Zerstörung der Kirche am 10. März 1945 durch Bombenangriffe, bei denen Pfarrer Meiwes sein Leben verlor. Der Wiederaufbau fand zwischen 1946-48 unter Pfarrer Josef Traphan statt – das Grundstück wurde von Clemens von Romberg gestiftet. Die Auswahl des Heiligen Clemens als Patron der Pfarrei ehrt dessen Geschichte als vierter Bischof von Rom (92-101 n.Chr.), welcher nach Legende verbannt wurde und den Märtyrertod starb. Die Inschriften auf dem Relief lauten "TÄUFLING SCHÜLER IV PAPST TRÖSTER GEFANGENER MÄRTYRER", was sowohl auf Stationen im Leben des Heiligen Clemens als auch auf Aspekte christlicher Gemeinschaft hinweist. Dieses kunsthistorisch bedeutende Relief dient nicht nur als Mahnmal für vergangene Ereignisse sondern auch als Zeugnis tief verwurzelter religiöser Traditionen innerhalb dieser Dortmunder Gemeinschaft.
