Kurt Lehmann
Kurt Lehmann war ein deutscher Bildhauer aus Koblenz. Er erlernte zunächst das Malerhandwerk in Kassel und vertiefte seine Kenntnisse der Bildhauerei an der Staatlichen Kunstakademie unter Alfred Vocke. Seine künstlerische Laufbahn wurde durch Studienaufenthalte in Europa ergänzt. Im Jahr 1930 erhielt er zudem ein Stipendium an der Villa Massimo in Rom. In Berlin etablierte sich Lehmann als freischaffender Künstler und war Teil des regen Austauschs innerhalb der Kunstszene, bevor sein Atelier im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Nach dem Krieg setzte er seine Arbeit in Kassel fort und prägte später als Professor an der Technischen Hochschule Hannover von 1949 bis 1969 maßgeblich die Architektur-Abteilung.
Lehmanns Schaffen zeichnet sich durch figürliche Plastiken und Reliefs aus Bronze oder Muschelkalk aus, welche das Stadtbild Hannovers nachhaltig beeinflussten. Er pflegte bedeutende Freundschaften zu Persönlichkeiten wie Martin Buber und Alexander Calder und blieb auch nach seiner Emeritierung reiselustig sowie kreativ aktiv. Seine Werke wurden vielfach ausgezeichnet; so erhielt er unter anderem den großen Preis des Landes NRW (1959) und die Max-Slevogt-Medaille (1977). Als Mitglied des Deutschen Künstlerbundes trug Lehmann zur deutschen Kunstlandschaft bei und hinterließ mit seinem Tod im Jahr 2000 ein bedeutendes Erbe für die bildende Kunst.
