Kurt-Wolf von Borries
Kurt-Wolf von Borries, ein deutscher Bildhauer und Grafiker adliger Abstammung, war bekannt für seine Arbeiten in Bronze und schuf bedeutende Werke im öffentlichen Raum. Nach seinem Abitur wurde er Schüler des renommierten Gerhard Marcks an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und vertiefte sein Studium in Metallbildhauerei und Plastik an den Kölner Werkschulen. Als freischaffender Künstler etablierte sich von Borries ab 1951 in Köln, wo er auch eine Familie gründete.
Seine Skulpturen prägen das Stadtbild vieler Orte: Der Marktbrunnen (1957) in Köln-Ehrenfeld, die Moses-Skulptur (1962) in Herzogenrath sowie zahlreiche Kunstwerke wie Altäre, Kreuze und Kirchenportale zeugen von seiner tiefen Verwurzelung im sakralen Bereich. Besonders hervorzuheben sind die Gestaltungselemente der Kirche St. Trinitatis in Köln aus dem Jahr 1962 oder die Ansgarsäule (1965) vor dem Gewerbehaus Bremen.
Von Borries' Beitrag zur Kunstszene umfasst auch Ausstellungen wie die Gemeinschaftsausstellung mit Gisbert Tönnis (1962) oder seine Einzelausstellung 1970. Sein künstlerisches Schaffen wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Georg-Kolbe-Preis 1956 und dem Förderpreis für Bildende Kunst des Landes Nordrhein-Westfalen 1958.
Eines seiner späteren Werke ist die Bronzeskulptur "Jugend - Alter", entstanden zwischen 1978 und 1979, welche die thematische Auseinandersetzung mit menschlichen Lebensphasen illustriert. Kurt-Wolf von Borries hinterließ ein vielfältiges Oeuvre, das bis heute sowohl im urbanen Kontext als auch in kirchlichen Institutionen Bestand hat.
