Tobias Weiß
Tobias Weiß, gebürtig aus Krottenbach, einem heutigen Stadtteil Nürnbergs, erlangte seine künstlerische Ausbildung zunächst im Elfenbeingeschäft Frank in Fürth und vertiefte sein Können an der Kunstschule in Nürnberg. Dort führte sein Weg unerwartet zu einer Professur. Später wirkte Weiß als Lehrkraft an der Gewerbeschule Ruhla in Thüringen und kehrte vier Jahre darauf nach Nürnberg zurück, um dort an weiterführenden Schulen zu unterrichten. Als Gründungslehrer prägte er die Städtische Bauschule Nürnberg maßgeblich. Seine Werke entstanden vornehmlich im Auftrag kirchlicher Institutionen und zeichnen sich durch ihre Materialvielfalt aus; so schuf er beispielsweise das Kriegerdenkmal in Mengede aus Seeberger Sandstein, Riesensteiner Granit und Aluminium im Jahr 1873. Tobias Weiß verstarb 1929 in seiner Heimatstadt Nürnberg, wo er ein Leben lang schöpferisch tätig war.
