Kriegerdenkmal in Mengede, Gefallene 1866 und 1870/71
Künstler: Tobias Weiß
Jahr: 1873
Das Kriegerdenkmal in Mengede, ein Werk des thüringischen Bildhauers Tobias Weiß aus dem Jahr 1873, ist eine eindrucksvolle Siegessäule und dient als Mahnmal für die Gefallenen der Einigungskriege sowie des Preußisch-Französischen Krieges. Mit einer Höhe von etwa 7,00 m und einem Gewicht von 7 Tonnen besteht es aus einem achteckigen Sockel aus Seeberger Sandstein und einer Säule aus Riesensteiner Granit. Die Spitze ziert ein Adler – das preußische Wappentier und Symbol für Sieg und Macht – welcher nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg und durch Sturm "Ela" im Jahr 2014 durch einen neuen Aluminiumgussadler ersetzt wurde. Die Inschriften auf dem Denkmal lauten: „Möge Gott uns erhalten, was die tapferen erfochten Den Toten Von 1866 und 1870/71 Mars-La-Tour"; "Dem Andenken unserer tapferen Kämpfer gewidmet von den Gemeinden Mengede". Ebenso sind die Namen der gefallenen Soldaten aus den Mengeder Gemeinden in den Stein eingraviert. Das Denkmal hat mehrere Standortwechsel hinter sich, bedingt durch städtebauliche Maßnahmen, wobei es heute nahe der Königshalt-Brücke zu finden ist. Als Teil einer Serie ähnlicher säulenförmiger Denkmäler in Dortmund wird dieses spezielle Monument von einem Adler gekrönt, welcher bis zum Pfingsten 2014 nur noch einen Flügel besaß. Der beschädigte Zustand galt ebenfalls als historisches Zeugnis; erst nachdem der Sturm den Adler vollständig zerstörte, erfolgte eine Restaurierung. Die künstlerische Gestaltung umfasst neben dem Eisernen Kreuz auch Symbole wie Palmzweige und Eichenlaub, welche Kirche und Staat repräsentieren. Dieses zweitälteste Denkmal Mengedes steht somit nicht nur als Erinnerung an vergangene Heldentaten sondern auch als Ausdruck bürgerlichen Engagements zur Ehre ihrer Gemeindemitglieder.
