Walter Schoneweg
Walter Schoneweg, ein Bildhauer und Medailleur aus Dortmund-Marten, prägte mit seinen Werken die deutsche Kunstlandschaft des 20. Jahrhunderts. Als Meisterschüler von Ludwig Gies entwickelte er eine Vorliebe für Muschelkalk und Naturstein sowie eigene Techniken im Steinguss. Seine künstlerische Laufbahn war stark durch das Motto "Kunst gehört ins Volk" beeinflusst, was sich in der öffentlichen Platzierung vieler seiner Skulpturen widerspiegelt.
Schonewegs Stil zeichnete sich durch Reduktion auf das Wesentliche und weiche, gerundete Formen aus. Dies zeigt sich beispielsweise in der monumentalen Martinsdarstellung an der Münsterschule in Bonn oder der Marienstatue auf dem Kölner Marienplatz – beide charakterisiert durch ihre schlichte Noblesse ohne übertriebenes Hoheitsgebaren.
Neben sakraler Kunst wie den Ausstattungsgegenständen der Versöhnungskirche Bornheim und Mosaike an einer Trauerhalle trug Schoneweg auch zum Gedenken bei: Das Kriegerdenkmal in Marten (1936) ehrt Gefallene des Ersten Weltkriegs. Zudem fertigte er Preismedaillen mit handwerklichen Motiven sowie eine Medaille zu Konrad Adenauers 85. Geburtstag.
Sein Wirken blieb nicht nur auf seine Heimatregion beschränkt; es spiegelte sich ebenso in seinem Engagement innerhalb der Künstlergruppe e.V.. Walter Schoneweg verstarb 1995 in Bornheim nach einem Leben voller kreativer Beiträge zur deutschen Kunstszene.
