Kriegerdenkmal in Marten, Gefallene 1914-1918
Künstler: Walter Schoneweg
Jahr: 1936
Das Kriegerdenkmal "In der Meile" in Dortmund-Marten, entworfen vom lokalen Bildhauer Walter Schoneweg (*1907, †1995), ist ein Monument aus Naturstein zu Ehren der 359 im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten des Ortes. Mit einer Höhe von 3,00 m und einer Länge von 7,00 m (8,00 m inklusive Bodenplatte) sowie einer Breite von 2,00 m (3,00 m mit Bodenplatte) präsentiert sich das Denkmal als schlichter Steinquader auf einer baumbestandenen Straßeninsel. Die Grundsteinlegung fand am 8. März 1936 statt, einem Datum, das als „Heldengedenktag“ bekannt war und mehr die Verehrung der Soldaten als die Trauer um die Gefallenen betonte. Die Namen und Todesdaten der Verstorbenen sind an den Schmalseiten des Quaders erhaben eingraviert, sortiert nach den Jahren ihres Todes. An den Längsseiten befinden sich figurative Reliefs: Auf einer Seite marschierende Soldaten mit Helmen und Tornistern, angeführt von einem berittenen Soldaten; auf der anderen Seite unterstützt ein Soldat einen verwundeten Kameraden beim Absteigen vom Pferd – beides Szenarien vor dem Hintergrund von Stacheldraht, symbolisch für das Geschehen in den Schützengräben. Dieses Denkmal spiegelt die nationalsozialistische Ideologie wider, indem es weniger an die Opfer erinnert als vielmehr eine heroisierende Darstellung des Militärs vermittelt. Nach seiner Fertigstellung wurde es am 25. Oktober 1936 eingeweiht – später als zunächst geplant. Eine umfassende Sanierung erfolgte im Jahr 2002, wodurch das historische Gedenken erhalten bleibt.
