Drei Wappensteine u.a.derer von Plettenberg, von Kleve und von Aldenbochum

Relief

Künstler: Anselm Treese

Jahr: 1687

Das Relief aus dem Jahr 1687, bestehend aus drei Wappensteinen, ist ein Denkmal für das ehemalige Clarissenstift Clarenberg in Dortmund-Hörde. Die Steine sind vermutlich aus Sandstein gefertigt und von einer Betoneinfassung umgeben. Sie wurden ursprünglich zur Dokumentation der Errichtung einer Abtei durch Anna Lucia von Plettenberg im Eingangsbereich des Gebäudes angebracht. Der Hauptwappenstein zeigt das geteilte Schild der Familie von Plettenberg, welches historisch wahrscheinlich goldene und blaue Farbelemente aufwies. Die beiden anderen Steine repräsentieren ältere Adelsgeschlechter: Das Klevisch-Märkische Wappen erinnert an die Gründer des Klosters Clarenberg, Elisabeth von Kleve und Konrad von der Mark, während das Romberg-Vittinghoffsche Wappen auf eine Verbindung zu Bernd von Romberg I. hinweist. Ein weiterer Stein zeigt die Wappen verschiedener Adelsfamilien wie Aldenbochum und Bodelschwingh. Nachdem die Abtei 1966 abgerissen wurde, schuf Anselm Treese 1975 aus den erhaltenen Steinen dieses Denkmal mit den Maßen 2,00 m Höhe und 2,30 m Breite. Es dient als Erinnerungsstück an die historische Bedeutung Hördes und wurde im Europäischen Denkmalschutzjahr durch die Volksbank Hörde gestiftet. Aufgrund starker Verwitterungen erfolgte später eine Konservierung und Replikation der Originalsteine; diese hängen nun seit 1998 in der Stiftskirche St. Clara. Tafel, Vorderseite: "Conrad von der Mark, der das Dorf Hoerde 1340 zur Stadt erhob, gründete 1339 auf dem Gelände der gegenüberliegenden Volksbank das Klarissenkloster Clarenberg. Im Chor der zum Stift gehörenden Kirche wurde 1389 der vor Elberfeld gefallene Graf Dietrich von der Mark begraben, dessen kunstvoll gestaltete Grabplatte 1864 nach Abbruch der Kirche in die neue Stiftskirche überführt wurde. Wappen und Friese waren vorher an dem 1687 erbauten Abteigebäude angebracht, das – nicht mehr erhaltenswert – 1966 dem Neubau der Volksbank weichen mußte." Tafel, rechte Seite: „Dieses Denkmal wurde zur Erinnerung an die historische Bedeutung Hördes im Europäischen Denkmalschutzjahr 1975 von der Volksbank Hörde gestiftet.".