Anselm Treese
Anselm Treese, ein deutscher Bildhauer aus Dortmund, erlangte vor allem durch seine Skulpturen und Wandgestaltungen im öffentlichen Raum des Ruhrgebiets Bekanntheit. Nach einer Schreinerlehre vertiefte Treese ab 1953 sein künstlerisches Schaffen an der Werkkunstschule unter Karel Niestrath und etablierte sich als freischaffender Künstler. Seine frühen Werke wie "Aufschrei", "Flamme" und "Vergänglich" fanden bereits in den 1950er Jahren ihren Platz in Lünen. Besondere Aufmerksamkeit erregte die Betonplastik vor der Reinoldikirche in Dortmund, die nach kontroversen Diskussionen zu einem Jugendtreffpunkt avancierte.
Treese arbeitete hauptsächlich mit Materialien wie Beton, Bronze und Stein und schuf zwischen den 1950er und 1990er Jahren bedeutende Kunstwerke für den öffentlichen Raum – darunter auch das Mahnmal "Mutter Hiroshima". Sein Œuvre umfasst neben Plastiken auch Reliefs sowie Objekte unterschiedlicher Größe für private und öffentliche Räume. Die Stadt Lünen unterstützte ihn dabei lange Zeit mit Atelier- und Wohnräumen.
Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Material sowie einen starken Bezug zum Standort aus, was insbesondere bei seiner Arbeit am Reinoldi-Kirchplatz deutlich wurde. Trotz mancher Kontroversen blieben Treeses Werke wichtige Bestandteile des städtischen Raums bis zu seinem Tod im Jahr 2004 in Dortmund.

