Ohne Titel

Plastik

Künstler: Anselm Treese

Jahr: 1967

Die Betonplastik von Anselm Treese, geschaffen im Jahr 1967, ist ein markantes Beispiel für die Verbindung von Kunst und Architektur. Sie befindet sich in Dortmund-Hacheney zwischen den Gebäuden des Gisbert-von-Romberg-Berufskollegs und erstreckt sich über eine Breite von etwa 14,00 m. Als Freiplastik konzipiert, unterscheidet sie sich deutlich von Treeses späterem Werk „Plastik in Funktion einer Treppe“ durch ihre freistehende Positionierung und kristalline Formgebung. Zwei abstrakt gestaltete Körper greifen horizontal ineinander und schaffen so eine dynamische Interaktion. Die Plastik dient sowohl als verbindendes als auch trennendes Element zwischen den Schulgebäuden und erfüllt ihre bauliche Aufgabe auf subtile Weise. Sie zieht nicht einfach nur eine Grenze, sondern bietet einen interessanten Durchblick mit Raum für Lichtdurchlässigkeit sowie eine melodische Vermittlung spannungsvoller Massenbewegungen. Signiert und datiert mit "1967/ Anselm Treese", steht dieses Werk exemplarisch für Treeses Fähigkeit, skulpturale Formen in den Dienst architektonischer Erfordernisse zu stellen – es ist mehr als nur eine Mauer; es ist ein Kunstwerk, das Räume definiert und zugleich öffnet.