Plastik in Funktion einer Treppe

Plastik

Künstler: Anselm Treese

Jahr: 1981

Die "Plastik in Funktion einer Treppe" von Anselm Treese ist ein markantes Beispiel für die Verschmelzung von Kunst und Architektur. Geschaffen im Jahr 1981, befindet sich dieses Werk aus Beton vor der Johann-Gutenberg-Realschule im Dortmunder Stadtteil Wellinghofen. Mit ihren Maßen von 3,20 m Höhe und 4,00 m Breite dient sie sowohl als praktische Treppe als auch als ästhetisches Element des Schulgeländes. Die Konstruktion besteht aus acht Stufen unterschiedlicher Tiefe und integriert organische Formen: Auf der linken Seite endet sie in einer flachen Welle, während die rechte Seite mit einem gestaffelten Wulst abschließt, der oben rundlich zuläuft. Dieses Design folgt dem Prinzip "Form Follows Function", wobei die Funktionalität im Vordergrund steht und zugleich eine scheinbar leichte Verbindung zwischen dem Gebäudekomplex und dem Außenraum hergestellt wird. Seit ihrer Fertigstellung begleiten diese hellen Stufen Schüler*innen, Lehrkräfte sowie Eltern auf ihrem Weg in das Schulgebäude. Die Realschule selbst wurde bereits 1968 gegründet und erhielt den Namen Johann-Gutenberg-Realschule zwei Jahre später. Der Neubau am Lieberfeld kam 1981 hinzu – zeitgleich mit der Entstehung dieser begehbaren Großplastik. Anselm Treese (1930-2004), ein Bildhauer aus Dortmund, hatte bereits zuvor Erfahrung mit solchen Projekten gesammelt; so schuf er schon 1967 eine lange Betonplastik für das Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg in Hacheney. Seine Arbeit an der Realschule Wellinghofen bleibt jedoch ein herausragendes Beispiel seiner Fähigkeit, Kunstwerke zu erschaffen, die sowohl funktional sind als auch den öffentlichen Raum bereichern.