Tanzende Technoide
Künstler: Anselm Treese
Jahr: 1964-1969 (?)
Die 1,50 m hohe Skulptur "Tanzende Technoide" von Anselm Treese, die im Westfalenpark in Dortmunds Innenstadt-Ost zu finden ist, stellt ein Bindeglied zwischen Treeses traditionellen Bronzearbeiten und seinen späteren abstrakten Betonkreationen dar. Geschaffen im Jahr 1964, reflektiert das Werk mit seiner Kombination aus Bronze und Eisen die Vergänglichkeit der technischen Welt. Treese nutzte für seine Plastik ausrangierte Objekte vom Schrottplatz, welche er zu einer Figur verschweißte und anschließend in Bronze goss. Die Skulptur steht auf einem Bein und vermittelt durch ihre staksige Form eine fragile Erscheinung. Sie erinnert dabei sowohl an tierische als auch pflanzliche Elemente und symbolisiert so die Zerbrechlichkeit ihrer Existenz. Diese Thematik spiegelt sich auch in Treeses früherem Werk "Untergang der Technoiden", einem Betonrelief aus dem Jahr 1962 wider. Anselm Treese (1930-2004) war bekannt für seine eschatologischen Darstellungen – Figuren, die wie letzte Rufe aus einer untergehenden Welt wirken. Die "Tanzende Technoide" repräsentiert noch Treeses klassischere Schaffensphase, deutet jedoch bereits den Übergang zu neuen Formensprachen an. Sie steht somit exemplarisch für einen Wendepunkt im künstlerischen Ausdruck des Bildhauers.
