Stahl-Skulptur

Plastik

Künstler: Ansgar Nierhoff

Jahr: 1982-1983 (?)

Die Plastik "Stahl-Skulptur" von Ansgar Nierhoff, geschaffen 1982/83 in Dortmunds Innenstadt-West, ist ein Beispiel für die Auseinandersetzung des Künstlers mit dem Material Cortenstahl, welches durch die Zugabe von Kupfer und Chrom nicht durchrostet. Mit einer Höhe von 2,10 m und einer Länge von 7,60 m präsentiert sich das Werk als eine lange rechteckige Stahlplatte, die in drei Segmente unterteilt ist. Diese Teile sind durch schmale Stege an der oberen Kante verbunden und erscheinen aufgrund ihrer starken Verdrehung gegeneinander fast im Begriff zu zerfallen – ein Spannungszustand, der den Betrachtenden fasziniert. Trotz der Schwere des Materials wirkt die Skulptur fragil und momenthaft; ihre kleinen Standflächen auf dem Boden tragen zu diesem Eindruck bei. Die Beschriftung "6518/11,480/1590/100/37K" findet sich an der Schmalseite der linken Platte und verweist möglicherweise auf spezifische Aspekte des Werks oder dessen Entstehungsprozess. Nierhoff legt in dieser Arbeit den Fokus nicht nur auf das Endprodukt sondern auch auf den kreativen Prozess selbst. Seit Mitte der 1970er-Jahre betont er diesen Aspekt verstärkt in seinen Arbeiten. Durch Zerschneiden und Verformen entsteht aus dem robust wirkenden Stahl eine neue Formensprache, die sowohl handwerkliches Geschick als auch Vergänglichkeit thematisiert. Es wird empfohlen, dieses dynamische Kunstwerk aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, um seine volle Wirkung zu erfassen und den Übergangszustand intensiver nachvollziehen zu können.