Kriegerehrenmal in Mengede, Gefallene 1914-1918
Künstler: Artur Bock
Jahr: 1927
Das im Jahr 1927 enthüllte Kriegerdenkmal in Dortmund-Mengede ist ein Mahnmal aus Kalkstein zur Erinnerung an die 652 Gefallenen des Ersten Weltkriegs aus der Gemeinde. Mit einer Höhe von etwa 1,20 Metern ist das Denkmal heute lediglich in Teilen erhalten. Der untere Teil besteht aus einem steinernen Sarkophag, auf dem bildhauerisch ein toter Soldat mit Helm und Uniform dargestellt ist. Die originale Bronzeskulpturengruppe, welche die Germania zeigt – symbolisch niedergeschlagen durch den Schmerz des Verlustes und doch hoffnungsvoll gen Himmel blickend – sowie einen starken Mann mit einem Knaben, der seine Hände einer besseren Zukunft entgegenstreckt, wurde während des Zweiten Weltkriegs eingeschmolzen. Diese Gruppe verkörperte die Idee des Vaterlandes und trug an ihrer Basis deutlich sichtbar die Inschrift "Vaterland". An der Rückseite des Sarkophags findet sich bis heute eine Widmung: „Ihren gefallenen Söhnen die dankbare Gemeinde Mengede. Es fielen 652 Krieger aus der Gemeinde“. Die feierliche Einweihung fand am 20. November 1927 statt – ein Jahr bevor Mengede offiziell nach Dortmund eingemeindet wurde. Zur Gestaltung des Ehrenmals gehörte auch die Anlage eines kleinen Platzes mit steinerner Einfassung. Das Werk stammt von dem Bildhauer Artur Bock (*1875 - †1957), dessen künstlerische Handschrift das Gedenken an jene prägt, die ihr Leben im Dienste ihres Landes ließen.
