Ohne Titel
Künstler: Bernd Hartmann-Lintel
Jahr: 1968
Das 2,80 Meter hohe Wegekreuz aus Westerwälder Trachit und Bronze ist ein Werk des Bildhauers Bernd Hartmann-Lintel. Es wurde 1968 am Burgring 35 in Dortmund-Mengede aufgestellt und von Graf Paul zu Vischering gestiftet, der das Land an die katholische Kirchengemeinde St. Remigius übergeben hatte. Die Plastik wiegt sieben Tonnen und befindet sich auf einer grünen Fläche, umsäumt von Hecken. Im Zentrum des Kreuzes ist ein Loch mit eingelassener Kreuzform zu erkennen, umgeben von abstrakt-stilisierten Ornamenten aus Bronze, veredelt mit Dukatengold. Diese Ornamente symbolisieren nach Karlheinz Bohnmann das Häusermeer einer Stadt rund um das zentrale Kreuz sowie eine Nachbildung des historischen Menger Tischkreuzes der Adelsfamilie Droste zu Vischering, deren Wappen ebenfalls am Kreuz angebracht ist. Hartmann-Lintels Entwurf stellt einen Kompromiss dar: Einerseits dient es als traditionelles Wege- oder Flurkreuz – ein Zeichen christlichen Glaubens in ländlichen Gegenden – andererseits bezieht es sich auf das mittelalterliche Tischkreuz der Familie Vischering. Die Einweihung fand am 5. Oktober 1969 statt; interessanterweise versagte bei diesem Anlass der hydraulische Kran beim Aufstellen des massiven Steins. Bernd Hartmann-Lintel (1905–1972) war bereits für die Gestaltung des Hochaltars in der Kirche St. Remigius bekannt und setzte mit diesem Wegekreuz sein Schaffen fort.
