Denkmal für Friedrich Ebert

DenkmalRelief

Künstler: Bernhard Hoetger

Jahr: 1927-1928 (?)

Das Friedrich-Ebert-Denkmal in Dortmund-Hörde ist ein eindrucksvolles Gedenkwerk, das dem ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewidmet ist. Geschaffen wurde es 1927 von Bernhard Hoetger, einem der angesehensten Bildhauer Deutschlands seiner Zeit. Das Monument besteht aus hellem Ruhrsandstein und misst 2,80 m in der Höhe sowie 2,20 m in der Breite. Es zeichnet sich durch eine übergroße Bronze-Maske Eberts aus. Die feierliche Einweihung fand am 27. Mai 1928 statt und zog große Aufmerksamkeit seitens der Öffentlichkeit auf sich; die Zeremonie wurde sogar im Rundfunk übertragen und gefilmt. Doch unter nationalsozialistischer Herrschaft wurde das Denkmal 1933/34 entfernt und die Maske vorübergehend gerettet, indem sie im Dortmunder Kunst- und Gewerbemuseum gelagert wurde. Nachdem das Originaldenkmal lange verschollen war, initiierte die lokale Gemeinschaft um den "Stammtisch Schlanke Mathilde" zusammen mit der Stadt Dortmund seine Wiedererrichtung im Jahr 1985. Der Künstler Artur Schulze-Engels rekonstruierte dafür die zerstörte Ebert-Maske anhand alter Fotografien. Die heutige Gestaltung des Denkmals weicht in Details vom Original ab: Anstelle eines Freiheitsbaumes auf der Rückseite trägt es nun eine eingelassene Bronzetafefel zur Geschichte des Monuments: "Friedrich-Ebert-Denkmal. 27.05.1928 errichtete auf Initiative des Reichsbanner "Schwarz-Rot-Gold" Hörde aus Spenden der Hörder Bevölkerung. 1933 unter der Willkürherrschaft der Nationalsozialisten entfernt. 22.05.1985 wiedererrichtet mit Unterstützung des Stammtisches "Schlanke Mathilde". Entwurf von Bernhard Hoetger. Nachbildung der 1933 zerstörten Maske durch Artur Schulze-Engels."; und auf der Vorderseite eine Bronzetafel mit einem Zitat von Ebert: "Des Volkes Wohl ist meines Lebens Ziel. Friedrich Ebert 1871-1925" . Die Umgebungsgestaltung ist heute weniger aufwendig als früher; damals war das Denkmal von weißen Kieseln umgeben und stand auf einer breiten Rasenfläche. Eine Tafel informiert Besucher:innen über die bewegte Geschichte des Werks – von seiner Errichtung über seine Demontage bis hin zu seiner Neuaufstellung – und betont damit nicht nur dessen künstlerische Bedeutung, sondern auch seinen historischen Wert als Zeugnis politischer Veränderungen in Deutschland.