Bernhard Hoetger
Bernhard Hoetger, auch Bernard Hugo Hötger genannt, war ein vielseitiger deutscher Künstler des Expressionismus, der sich als Bildhauer, Maler, Architekt und Kunsthandwerker betätigte. Nach einer Steinmetzlehre und Wanderjahren studierte er an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Karl Janssen und ließ sich von Aufenthalten in Paris durch Begegnungen mit Auguste Rodin und Paula Modersohn-Becker inspirieren. Seine Werke schuf Hoetger vorwiegend aus Materialien wie Bronze, Ziegel und Sandstein zwischen 1912 und den 1940er Jahren.
Hoetgers Schaffen umfasste neben Skulpturen auch architektonische Projekte wie das "Kaffee WINUWUK" in Worpswede oder das "Paula-Becker-Modersohn-Haus" sowie das "Haus Atlantis" in Bremen. Trotz seiner zeitweiligen Sympathie für nordisch-völkische Ideen und Mitgliedschaft in der NSDAP wurde sein Werk von den Nationalsozialisten als entartet verfemt; viele seiner Arbeiten wurden beschlagnahmt oder zerstört. Nach dem Verlust seines Berliner Wohnhauses im Zweiten Weltkrieg fand Hoetger Zuflucht in der Schweiz, wo er bis zu seinem Tod lebte. Seine letzte Ruhestätte teilt er mit seiner Frau Lee auf dem Dortmunder Ostfriedhof.
