Steinerner Baum

Plastik

Künstler: Elisabeth "Liesel" Josefa Antonie Bellmann

Jahr: 1971

Die Plastik "Steinerner Baum", geschaffen von der Dortmunder Bildhauerin Liesel Bellmann im Jahr 1971, ist ein markantes Kunstwerk auf dem Schulgelände des Phoenix-Gymnasiums in Hörde. Mit einer Höhe von 2,80 m und einer Breite von 1,10 m besteht das abstrakte Werk aus römischem Travertin. Bellmann hat geometrische Formen wie Kuben, Zylinder und Kegelstümpfe zu einem breiten Stamm und einer kleinen Krone arrangiert. Bellmanns Faszination für vegetative Formen spiegelt sich in diesem Werk wider; sie wählte bewusst das Baummotiv als Symbol für Wachstum und Entwicklung – passend zum Kontext einer Schule. Der "Steinerne Baum" entstand aus einem offenen Wettbewerb heraus und dient als Beispiel für die Praxis der "Kunst am Bau". Diese Tradition verpflichtet staatlich oder landesgeförderte Bauten dazu, einen Anteil der Baukosten – üblicherweise etwa 1 % – in künstlerische Gestaltung zu investieren. Seit ihrer Einführung im Jahr 1919 bietet diese Maßnahme vielen Künstler*innen eine wichtige finanzielle Grundlage. Elisabeth "Liesel" Josefa Antonie Bellmann (*1920 - †2000) hinterließ mit dieser Skulptur ein bleibendes Zeugnis ihres Schaffens und ihrer Auseinandersetzung mit organischen Motiven in der Kunst.