Elisabeth "Liesel" Josefa Antonie Bellmann
Elisabeth "Liesel" Josefa Antonie Bellmann, gebürtig aus Münster, war eine deutsche Bildhauerin, die ihre künstlerische Ausbildung an der Kunstakademie München und später an der Rijksakademie van beeldende Kunsten in Amsterdam unter Professor Piet Esser vertiefte. Nach verschiedenen Studienphasen ließ sie sich 1956 dauerhaft in Dortmund nieder, wo sie zunächst im Gemeindehaus Brackel und später in einer alten Dorfschule in Lanstrop ihr Atelier einrichtete. In den Jahren des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt Bellmann Aufträge für Kirchen und öffentliche Plätze, wobei sie vor allem Holz, Stein und Bronze als Materialien verwendete.
Bellmanns Werke zeichnen sich durch eine intensive Auseinandersetzung mit vegetativen Formen sowie der symbolischen Bedeutung von Wasser aus. Ihre Skulpturen wie das Altarkreuz der St. Clemens-Kirche oder das Wasserspiel "Dialog" (1975) in Gelsenkirchen-Buer sind Beispiele ihrer Fähigkeit, abstrakte Konzepte greifbar zu machen. Weitere bekannte Arbeiten sind die Plastik "Mauer" (1965) aus Muschelkalk, der "Steinerne Baum" (1971) aus Travertin und die Brunnen-Skulptur "Frühling (Wolke, Wasser, Wachsen)" (1980), ebenfalls aus Muschelkalk.
Ihre Kunstwerke finden sich nicht nur im sakralen Raum; auch Schulen und Seniorenheime zieren ihre Schöpfungen. Trotz ihres Todes im Jahr 2000 bleibt Liesel Bellmanns Einfluss auf die Stadtgestaltung Dortmunds unvergessen – ihre Werke laden weiterhin dazu ein, über Wachstum und Leben zu reflektieren.
