Kriegerdenkmal in Syburg, Gefallene 1914-1918
Kriegerdenkmal in Syburg, Gefallene 1914-1918
Kriegerdenkmal SkulpturKünstler: Friedrich Bagdons, Carl Fink
Jahr: 1925
Das im Jahr 1930 enthüllte Kriegerdenkmal in Syburg, gefertigt aus Sandstein, ist ein bewegendes Mahnmal für die Gefallenen der Gemeinde während dreier Kriege. Es befindet sich in der malerischen Kulisse der Burgruine Hohensyburg, welche über dem Zusammenfluss von Lenne und Ruhr emporragt. Die Skulptur zeigt einen liegenden Soldaten in Uniform mit Stahlhelm, dessen Gewehr rechts neben ihm liegt. Ein Adler mit gespreizten Schwingen sitzt am Fußende des Sarkophags und scheint den Toten zu bewachen. Die Gestaltung des Denkmals stammt von Friedrich Bagdons, einem Bildhauer, der 1878 geboren wurde und 1937 verstarb. In Zusammenarbeit mit dem Steinmetz Carl Fink wurde das Werk realisiert. Ursprünglich gedachte es den fünf Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 sowie den 44 Opfern des Ersten Weltkriegs aus Syburg – darunter eine Frau mit Kind. Nach seiner Zerstörung gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erfolgte 1957 eine Restaurierung durch Carl Fink, bei welcher insbesondere der Kopf des Adlers und die Gedenktafeln erneuert wurden. Heute trägt das Denkmal zusätzlich eine Tafel an der Kopfseite zur Erinnerung an die Gefallenen Syburgs im Zweiten Weltkrieg. Dieses Denkmal steht nicht nur als Zeugnis lokaler Geschichte, sondern auch als Teil eines wiederkehrenden Motivs: Eine ähnliche Darstellung eines liegenden Soldaten findet sich auf dem alten Dorstfelder Friedhof in Dortmund, wo ebenfalls Namenstafeln und eine Figur erhalten sind.
