Friedrich Bagdons

Künstler:in (*) 1878 (†) 1937 12 Kunstwerke

Leben: (*) 1878, (†) 1937

Anzahl Kunstwerke: 12

Friedrich Bagdons, ein prägender Bildhauer des frühen 20. Jahrhunderts, hinterließ ein vielfältiges Oeuvre aus kunstgewerblichen Objekten und monumentalen Werken wie Denkmälern und Grabmälern. Aufgewachsen in Königsberg als Waise, erlernte er das Handwerk eines Holzbildhauers bei seinem Onkel, bevor er seine formale Ausbildung an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin absolvierte. Dort studierte er unter namhaften Professoren und wurde durch sein Talent mit dem "Kronprinzen-Stipendium" gefördert. Ab 1906 prägte Bagdons als Leiter der Bildhauerklasse an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Dortmund Generationen von Schülern.

Bagdons' Stil entwickelte sich von Historismus und Jugendstil hin zu einem zeitgenössischen Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg und mündete schließlich in einen Neoklassizismus mit Monumentaltendenzen während des Dritten Reiches. Seine Arbeiten umfassen Materialien wie Sandstein, Bronze, Kalkstein sowie Holz und Nägel für den „Eisernen Reinoldus“, eine seiner bekanntesten Plastiken aus dem Jahr 1916.

Trotz deutschnationaler Tendenzen geriet Bagdons aufgrund seiner Kunstauffassung kurzzeitig ins Visier der Nationalsozialisten, konnte sich jedoch später rehabilitieren. Als Porträtist schuf er bedeutende Büsten historischer Persönlichkeiten wie Kaiser Wilhelm II oder Friedrich Ebert.

In Dortmund sind heute noch etwa zehn seiner öffentlichen und privaten Auftragsarbeiten erhalten geblieben. Bis zu seinem Tod im Jahr 1937 war Friedrich Bagdons stellvertretender Direktor der Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Dortmund – eine Stadt, die ihn als einen ihrer wichtigsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts ehrt.

Kunstwerke des Künstlers