Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918

Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918

Kriegerdenkmal Skulptur

Künstler: Heinrich Bayer, Josef Wentzler

Jahr: 1934

Das Kriegerdenkmal in Dortmund-Dorstfeld, errichtet zur Erinnerung an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1918, ist eine Skulptur aus Kalkstein. Geschaffen wurde es im Jahr 1934 vom Bildhauer Heinrich Bayer und dem Architekten Josef Wentzler. Die 0,60 m hohe und 3,02 m lange Figur zeigt einen Soldaten in Uniformmantel, dessen barhäuptiger Kopf entspannt zur Seite geneigt ist und dessen Hände gefaltet auf dem Oberkörper ruhen. Der liegende Mann befindet sich auf einer schmalen Plinthe mit einem steinernen Kissen darunter, umgeben von Lorbeerblättern und pflanzlichen Elementen. Ursprünglich war das Denkmal Teil einer größeren Anlage mit predellaartiger Wand, Treppen und Grabnische in der Bergarbeitersiedlung der Zeche Dorstfeld. Die Inschrift auf der Plinthe lautete: „Wir werden uns erheben, wenn die Sonne aufbricht, ganz Deutschland erwacht“, eingerahmt von Eisernem Kreuz und Hakenkreuz – ein deutlicher Hinweis auf die nationalsozialistische Ära. Die Namen der 384 oder auch 385 verstorbenen Dorstfelder Soldaten waren auf acht 2,00 m langen und 0,50 m breiten Tafeln eingraviert; unter ihnen befanden sich 245 Männer aus der Belegschaft der Zeche. Das Ehrenmal wurde durch die Essener Steinkohlenbergwerke AG initiiert und teilfinanziert sowie durch Spenden lokaler Vereine unterstützt. Nachdem das Monument im Mai seinen Grundstein erhalten hatte, folgte am 16. September 1934 die Einweihung. Im Jahr 1956 wurden lediglich die Skulptur des Soldaten und die Namenstafeln zum Dorstfelder Friedhof versetzt – sieben Jahre vor Schließung der Zeche – wodurch das Denkmal seine monumentale Wirkung einbüßte. Trotz Verlegung bleibt die Prägung durch den Nationalsozialismus sichtbar.