Deportationsdenkmal

Deportationsdenkmal

Mahnmal Plastik

Künstler: Jan Bormann

Jahr: 2012

Das im Jahr 2012 von Jan Bormann geschaffene Deportationsdenkmal in Dortmunds Innenstadt-Ost ist ein mahnendes Kunstwerk aus Sandstein und Eisen. Mit einer Höhe von etwa 3,50 m und einem Durchmesser von rund 2,00 m steht es an der Ruhrallee, wo einst die Turnhalle des Turnvereins Eintracht als Sammelstelle für die Deportation jüdischer Menschen diente. Am 27. April 1942 wurden hier 791 Jüdinnen und Juden zusammengeführt, um sie anschließend in das Ghetto Zamośź zu deportieren; viele fanden später den Tod in Vernichtungslagern. Das Denkmal zeigt einen fragmentierten Judenstern aus Sandstein, dessen Bruchlinien auf das zerbrochene Schicksal der Gemeinde hinweisen. Aus seinem Zentrum ragen vier rostige Eisenbahnschienen unterschiedlicher Länge hervor, symbolisch für die verschiedenen Wege ins Ungewisse. Diese Schienen sind authentische Relikte und weisen Spuren ihrer früheren Verwendung auf. Eine separate Inschriftentafel aus Stein ergänzt das Mahnmal mit einem Text, der fast identisch mit dem einer früheren Gedenktafel ist. Der hebräische Bibelvers "Oh Erde verdecke nicht mein Blut" (Hiob 16,18); leitet den bewegenden Inschrifteninhalt in hebräischer Schrift ein; "Auf diesem Gelände stand die Halle des Turnvereins „Eintracht“. Sie diente der Gestapo im April 1942 als Sammelstelle für jüdische Männer, Frauen und Kinder aus dem Regierungsbezirk Arnsberg. Sie wurden zunächst in das Ghetto Samosz (Lublin) deportiert, in Vernichtungslager verschleppt und grausam ermordet.“. Dieses kraftvolle Werk erinnert eindringlich an eines der dunkelsten Kapitel Dortmunder Geschichte und mahnt zur Erinnerung an die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft.