Jan Bormann
Jan Bormann, ausgebildet als Steinbildhauer und später an der Städtischen Höheren Fachschule für Gestaltung studiert, hat sich insbesondere durch seine plastischen Arbeiten einen Namen gemacht. Seine bevorzugten Materialien sind Naturstein und Holz, wobei er in seinen späteren Werken auch Bronze und Stahl integrierte. Charakteristisch für Bormanns Skulpturen ist die Verwendung von Grundformen wie Würfeln oder Kugeln. Seit den 1970er Jahren schuf er zahlreiche großformatige Plastiken und Installationen im öffentlichen Raum, darunter das innovative Konzept der Haldenkunst – eine künstlerische Intervention zur Umwandlung von Abraumhalden in markante Landmarken.
Bekannt wurde Jan Bormann unter anderem durch sein Werk "Eiserner Reinoldus" aus Holz und Nägeln sowie das Relief "Das Geld treibt die Wirtschaft", gefertigt aus Travertin. Weitere bedeutende Arbeiten sind das sowjetische Ehrenmal aus Anröchter Dolomit, verschiedene Gedenksteine sowie eine Vielzahl titelloser Steinskulpturen aus unterschiedlichen Materialien wie Rotlava oder Muschelkalk.
Sein Ansatz, Landschaft durch Kunst neu zu definieren, fand besonderes Echo mit der Sonnenuhr auf der Halde Schwerin – ein frühes Beispiel seiner Haldenkunst. Neben diesen Werken tragen auch Brunnen wie die "Steinerne Rose" oder Skulpturen wie "Knospende Form" seine unverwechselbare Handschrift.
Jan Bormann lebt und arbeitet gemeinsam mit Erika A. Schäfer in Castrop-Rauxel und bleibt weiterhin in Einzel- sowie Gruppenausstellungen präsent. Seine Beiträge zur Bildhauersymposien zeugen von einem fortwährend engagierten Künstlerleben.
