Ohne Titel
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SkulpturKünstler: Jan Bormann
Jahr: 1974-1977 (?)
Das Skulpturenensemble von Jan Bormann, errichtet im März 1977 an der Kolpingstraße in Dortmunds Innenstadt-West, ist ein prägnantes Beispiel für die Integration von Kunst im öffentlichen Raum. Geschaffen aus dem grünlich schimmernden Anröchter Dolomit, besteht das Werk aus vier Teilen und hat sich als Orientierungspunkt sowie Kommunikations- und Aufenthaltsort etabliert – ganz im Sinne des Künstlers. Die dominierende Stele ragt mit einer Höhe von etwa 6 Metern empor und endet in einem dreifach geknickten Abschluss, der Assoziationen zu einer Flamme oder einem Pflanzentrieb weckt. Die drei weiteren Elemente des Ensembles sind deutlich kleiner, teils pultartig gestaltet und bieten auf einer Fläche von 15 m x 6 m einen bewussten Kontrast zur vertikalen Ausrichtung der Hauptstele. Die Oberflächen dieser Natursteinskulpturen sind bewusst grob belassen und setzen sich somit vom industriellen Charakter der umliegenden Bebauung ab. Jan Bormann (*1939), dessen Intention es war, seine städtischen Skulpturen sowohl als soziale Treffpunkte als auch als Wegweiser zu konzipieren, erreicht mit diesem Ensemble eine überzeugende Symbiose aus Kunstwerk und Funktionalität.
