Sonnenuhr
Sonnenuhr
SkulpturKünstler: Jan Bormann
Jahr: 1978-1983 (?)
Die Sonnenuhr von Jan Bormann, geschaffen zwischen 1978 und 1983, ist ein Kunstwerk aus Anröchter Dolomit. Sie befindet sich auf dem Schulhof der Konrad-von-der-Mark-Schule in Dortmund-Hörde und hat einen Durchmesser von etwa 12,00 m. Diese horizontale Sonnenuhr besteht aus einer kreisförmigen Fläche mit hellen Pflastersteinen. Zentral, jedoch leicht nach Norden versetzt, ragt eine Steinstele empor, die als Schattenspender fungiert. Mit einer Höhe von 3,07 m und einer Breite von 0,45 m verjüngt sich die Stele nach oben hin und endet in einer Raute mit einem eingesägten Spalt. Im Unterschied zu herkömmlichen Polstäben ist diese Stele nicht parallel zur Erdachse angeordnet. Ihr Schatten bewegt sich über schwarze Pflasterstreifen sowie Zahlensteine mit römischen Ziffern von VI bis XVIII, welche die Stunden von 6:00 Uhr morgens bis 18:00 Uhr abends anzeigen. Die fast würfelförmigen Steine dienen nicht nur der Zeitmessung; sie sind auch als Sitzgelegenheiten konzipiert und messen jeweils 0,40 m in der Kantenlänge. Obwohl weniger bekannt als Bormanns begehbare Edelstahl-Sonnenuhr auf der Halde der Zeche Schwerin in Castrop-Rauxel – eine Landmarke des Ruhrgebiets seit 1993 – zeugt dieses Werk ebenso von künstlerischer Innovation und dient gleichzeitig praktischen Zwecken im öffentlichen Raum.
