Bischof Clemens von Rom

Skulptur

Künstler: Josef Rikus

Jahr: 1989

Im idyllisch gestalteten Außenbereich der Kommende Brackel in Dortmund-Brackel, umgeben von Grünflächen und geschwungenen Pfaden, erhebt sich auf einem kreisrunden Platz die Skulptur "Bischof Clemens von Rom". Geschaffen aus Muschelkalk, ragt das Werk mit einer Höhe von 3,00 m empor. Die Inschrift am Sockel nennt den dritten oder vierten Bischof von Rom als Papst (92-101) und Schutzpatron der Kommende: "BISCHOF CLEMENS VON ROM PAPST 92-101 PATRON DER KOMMENDE". Die Figur zeigt den Heiligen in bischöflicher Tracht mit Mitra und langem Mantel. Ein angedeuteter Heiligenschein spannt sich zwischen seiner Kopfbedeckung und dem Kreuz im Hintergrund. Der rechte Arm war ursprünglich angewinkelt und hielt einen Hirtenstab – dieser ist heute nicht mehr vorhanden – während die linke Hand segnend erhoben ist. Um die Hauptfigur gruppieren sich asymmetrisch kleinere Figuren auf Konsolen, welche vermutlich die christliche Gemeinde darstellen sollen. Trotz realistischer Züge verzichtet der Künstler Josef Rikus auf Details wie Faltenwurf in der Kleidung; das Werk wirkt blockhaft, großflächig und glatt. Überraschenderweise fehlen typische Attribute des Heiligen; lediglich seine Größe im Verhältnis zu den umgebenden Figuren betont seine Bedeutung. Josef Rikus (1923-1989), geboren in Paderborn, studierte Philosophie und absolvierte eine Steinmetzausbildung. Seine Vorliebe für blockhafte Formen mit asymmetrischen Elementen spiegelt sich auch im Franz-Stock-Denkmal wider. Bei der Betrachtung dieses Auftragswerks sollte man dessen zweckgebundene Natur berücksichtigen.