KUNSTSAMMLUNGENDERRUHRUNIVERSITÄTBOCHUM

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Lichtkunst Kunst am Bau

Künstler: Mischa Kuball

Jahr: 2003

Kannst du erkennen, was hier geschrieben ist? Das ist gar nicht so leicht wegen der fehlenden Buchstaben, die Folge eines Sturmschadens waren. Die Lichtinstallation von Mischa Kuball wurde 2003 für die Ruhr-Universität Bochum realisiert. Sie besteht aus 37 weißen Neonbuchstaben in der Schriftart Futura Light, die in einer durchgehenden Buchstabenreihe auf dem unteren Betonplattenband über dem Eingang der Kunstsammlungen angebracht sind. Der Schriftzug lädt dazu ein, sich mit den Sammlungen auseinanderzusetzen und sie zu besichtigen. Auf der Nordseite des Gebäudes befindet sich eine weitere Installation des Künstlers. Kuball nutzt das Medium Licht nicht nur funktional, sondern als künstlerisches Ausdrucksmittel. Die Buchstaben leuchten computergesteuert in zufälliger Abfolge auf: mal einzeln, mal in Gruppen oder als vollständiger Schriftzug. Zurzeit funktioniert die Lichtinstallation leider nicht, sie soll aber bald wiederhergestellt werden. Formal spielt Kuball mit der antiken scriptura continua, einer Schreibweise ohne Wort- oder Satztrennung, die hier mit moderner Typografie und Technologie kombiniert wird. Diese Verbindung spiegelt zugleich das Ausstellungskonzept der Kunstsammlungen wider, das antike und zeitgenössische Kunstwerke miteinander in Beziehung setzt. Der Lichtschriftzug ist somit nicht nur eine Kennzeichnung des Museums, sondern auch ein Reflex auf dessen Inhalte und methodische Ausrichtung.