Ohne Titel

Ohne Titel

Skulptur

Künstler: Otto Spenhoff, Heinrich Strunck

Jahr: 1913

Diese Skulpturen aus Sandstein, die seit 1990 in Dortmunds Mitte an der Hansastraße zu finden sind, zeigen den Hirtengott Pan und eine Nymphe. Pan, ein Mischwesen aus Ziege und Mensch, spielt auf einer Flöte und wird von einer unbekleideten weiblichen Figur betrachtet. Ursprünglich waren diese Figuren Teil eines Reliefs am ehemaligen Olympiatheater am Burgwall, das 1901/02 erbaut und 1913 umgestaltet wurde. Die Skulpturen des Pans und der Nymphe sind jeweils etwa 2,15 m bzw. 2,05 m hoch und rund 0,50 m breit. Sie standen einst neben einer dritten Figur unter einem Tympanon als zentrale Elemente der Fassade des Theaters. Nach schweren Kriegsschäden fanden sie in den 1950er Jahren vorübergehend Platz in einem Privatgarten. Eine Steintafel neben den Skulpturen informiert über die mythologische Bedeutung Pans: "Pan Hirtengott Sohn des Hermes und einer Nymphe, Gott der Fruchtbarkeit, versetzt durch plötzliches Flötenspiel, in panischem Schrecken. Halb als Bock halb als Mensch dargestellt" Die Darstellung vereint menschliche Züge mit denen eines Bocks. Nachdem die Stadt Dortmund die zwei-und-ein-halb Tonnen schweren Figuren erwarb, wurden sie gereinigt und gegenüber dem Theater am Westrand des Stadtgartens platziert – hinterfangen von massiven Steinblöcken – wo sie bis heute stehen.