Zur kleinen Weile
Künstler: Raumlabor Berlin
Jahr: 2016
Das Werk "Zur kleinen Weile" des Berliner Kollektivs raumlabor ist ein begehbares Kunstwerk, das sich harmonisch in die renaturierte Landschaft der Emscher in Dortmund-Huckarde einfügt. Im Rahmen der Emscherkunst 2016 entstanden, bildet sie eine von fünf dauerhaften Installationen auf dem Emscherkunstweg. Die aus armierten Stahlbetonfertigteilen und Spritzbetonaufbau gefertigte Plastik misst 9,20 m x 5,40 m x 5,50 m und erinnert an einen monumentalen Felsbrocken mit einer golden schimmernden Spitze. Beim Näherkommen offenbart sich eine Öffnung wie ein Höhleneingang im unteren Bereich des amorphen Gebildes, durch die man über eine Rampe ins Innere gelangt. Dort überrascht ein perfekt kugelförmiger Raum mit goldener Innenverkleidung und einer besonderen Akustik – hervorgerufen durch kleinere Öffnungen unten sowie eine große runde Öffnung oben. Besucher*innen sind eingeladen, den Klangraum mit ihrer eigenen Stimme zu erkunden und für einen Moment innezuhalten. Das Werk von Andrea Hofmann und Markus Bader zusammen mit Claire Mothais, Federica Teti, Louise Nguyen sowie Maria Garcia Perez hebt die Grenzen zwischen ästhetischem Objekt und funktionalem Bauwerk auf. Es bietet einen Ort der Kontemplation gegenüber dem urbanen Lärm und lädt dazu ein, über Vergangenheit sowie Zukunft der Region nachzudenken. In unmittelbarer Nachbarschaft zur ökologisch umgebauten Emscher reflektiert "Zur kleinen Weile" die Beziehung zwischen Mensch und Natur sowie den Wandel des Ruhrgebiets. Ein poetischer Beitrag zur Entschleunigung in unserer schnelllebigen Zeit. Vier Inschriften lauten: „Zur kleinen Weile / raumlabor“; „Technische Daten: Armierte Stahlbetonfertigteile / Spritzbetonaufbau ca. 9,2m x 5,4m x 5,5m / Emscherkunst 2016“; „Das Berliner Kollektiv raumlabor hebt mit seinen Arbeiten die Trennung zwischen ästhetischem Kunstwerk und funktionalem Bauwerk auf: Die leicht über dem Boden stehende Betonskulptur erinnert an das Blow-up eines Kohlstücks und ist begehbar: Innen erwartet den Besucher eine Kugelform, die golden ausgemalt ist. Betritt man den Raum alleine, so empfängt den Besucher ein außergewöhnliches akustisches Erlebnis, das er selbst mit seiner Stimme kreieren kann und das durch die geometrische Grundform der Kugel begründet ist. In unmittelbarer Nachbarschaft zu der hier bereits renaturierten Emscher lädt dieser Klangraum den Besucher ein, hier eine „kleine Weile“ innezuhalten und sich auf sich selbst zu konzentrieren!“; „EMSCHER GENOSSENSCHAFT EGLV.DE / URBANE KÜNSTE RUHR / metropoleruhr / Regionalverband Ruhr / Förderer der Emscherkunst: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein Westfalen / RAG Stiftung“.
