Reiher

Skulptur

Künstler: Rolf Nida-Rümelin

Jahr: 1959

Diese etwa 1,10 m hohe Bronzeskulptur eines Reihers wurde von Rolf Nida-Rümelin im Jahr 1959 erschaffen und fand ihren ersten Standort auf einem runden Brunnenbecken anlässlich der ersten Dortmunder Bundesgartenschau im Westfalenpark. Ursprünglich präsentierte sich das Werk auf einer gepflasterten Fläche, umgeben von Stein. Nach mehrmaligen Beschädigungen erhielt die Skulptur einen 'Stahlwasserstrahl', welcher optisch den Schnabel mit dem Becken verband. Da dieser jedoch keinen ausreichenden Schutz bot, folgte eine Befestigung mittels Manschette und Bandeisen am Brunnen. Die ästhetisch unbefriedigende Lösung führte dazu, dass die Figur auf Vorschlag des Parkleiters Walter Stiene um 1990 in einen Teich versetzt wurde, wo sie neben weiteren Tierskulpturen von Hermann Koziol nun einen natürlichen Schutzraum findet. Die filigrane Arbeit zeichnet sich durch den dekorativen Schwung des Halses sowie eine feine Oberflächenstruktur aus, welche die Illusion einer leichten Bewegung im Gefieder hervorruft. Rolf Nida-Rümelin (1910-1996), dessen Frühwerk stark durch Barlach und Maillol beeinflusst war, entwickelte nach einer kriegsbedingten Unterbrechung seine eigene unverwechselbare Handschrift in der Tierplastik. Der "Reiher" ist ein Beispiel für seine Kunstfertigkeit und könnte sowohl an Seen als auch in Gärten platziert werden. Von diesem Werk existieren insgesamt fünf Abgüsse; eines davon befindet sich sogar in Rom.