Grab- und Ehrenmal für die Opfer des Grubenunglücks auf der Zeche Minister Stein

EhrenmalGedenksteinSkulpturGrabmal

Künstler: Walter Johannes Becker

Jahr: 1928

Das 4,50 m hohe Ehren- und Grabmal mit 0,90 m Durchmesser auf dem Kirchderner Friedhof in Dortmund, geschaffen von Walter Becker im Jahr 1928, gedenkt der bei einer Schlagwetterexplosion am 11. Februar 1925 verstorbenen Bergleute der Zeche Minister Stein. Die Säule aus rötlichem Tuffstein wird in halber Höhe von vier 0,90 m hohen und 0,40 m breiten trauernden Figuren umgeben – sie repräsentieren die hinterbliebenen Familienmitglieder: Vater, Mutter, Bruder und Schwester. Die Inschrift lautet: „DEM GEDENKEN DER AM 11. FEBRUAR 1925 AUF UNSERER SCHACHTANLAGE MINISTER STEIN IN TREUER PFLICHTERFÜLLUNG VERUNGLÜCKTEN BERGLEUTE / GELSENKIRCHENER BERGWERKS A.-G. / VEREINIGTE STAHLWERKE A.-G.“; rechte Inschrifttafel aus Granit und Edelstahl, links: „Friederich Döding / Johann Weber / Emil Schimnowski / Anton Becker / Wilhelm Bönkendorf / Eduard Wengorz / Rudolf Olschewski / Thomas Czerwinski / Johann Czerwinski / Gustav Bierschenk“; rechts: „Johann Galczinski / Franz Krzyzcsczak / Friederich Neumann / Hugo Denter / Ewald Reitemeier / Wilhelm Reitemeier / Josef Matykowski / Ernst Domnik / Wilhelm Wiedergar“; linke Inschrifttafel aus Granit und Edelstahl, links: „Konrad Achenbach / Adolf Breuer / Wilhelm Freitag / Otto Schimschick / Walter Lundström / Fr. Sackschewski / August Schöning / Fritz Schöning / Hermann Schöning / Josef Maierhöfer“; rechts: „Peter Kaczmarek / Hermann Roeske / Anton Grzeskowiak / Wilhelm Kroschinski / Th. Hein. Schlierenkämper / Ernst Eckmann“. Dieses Denkmal bildet ein Pendant zu Friedrich Bagdons' expressiver Figurengruppe auf dem Nordfriedhof in Dortmund-Eving, wo ebenfalls den Opfern gedacht wird. Die Einweihung des Denkmals fand am 12. Februar 1928 statt und wurde durch einen Artikel in der Dortmunder Zeitung begleitet, welcher auf die Explosionsstätte unterhalb des Friedhofs hinwies. Das klar strukturierte Werk Beckers steht somit nicht nur geografisch, sondern auch künstlerisch im Kontrast zum emotionaleren Ansatz Bagdons'.