Drei-Männer-Eck

Skulptur

Künstler: Wilhelm Braun

Jahr: 1927

Drei Figuren, drei Säulen der Stadt: Das Drei-Männer-Eck von Wilhelm Braun zeigt Eisenbahner, Bergmann und Binnenschiffer als lebensgroße Standbilder aus Muschelkalk und präsentiert die drei am häufigsten von Männern in der Region ausgeübten Berufe zur Zeit der Installation. Die Skulpturen selbst sind lebensgroß, jeweils etwa 1,75 Meter hoch, und wurden 1927 aus Muschelkalk geschaffen. Die dreiteilige Figurengruppe zeigt den Bergmann mit Hacke und Grubenlampe, den Eisenbahner mit dem Flügelrad in der Hand sowie den Binnenschiffer mit Ölzeug und Südwester. Nicht zu sehen und dennoch wichtig für die Entwicklung der Stadt sind unbezahlte Sorgearbeiten, die zumeist Frauen leisteten. Der Name „Drei Männer Eck“ geht ursprünglich auf den Standort der Skulpturen an der Kreuzung vor dem Bahnhof in Wanne-Eickel zurück. Da die auffälligen Figuren dort so präsent waren, übertrug sich die Bezeichnung nach den drei Männern bald im Volksmund auf den gesamten Kreuzungsbereich. Wilhelm Braun schuf mit der Figurengruppe ein Denkmal für die wirtschaftliche Stärke der Stadt. Nach Schäden im Krieg und durch Witterung wurden die Originale 1970 abgebaut, später restauriert und an das Museum Unser Fritz versetzt. Seit 2003 erinnert eine Replikengruppe vor dem Bahnhof erneut an das „Drei Männer Eck“ und hält die Geschichte dieser charakteristischen Skulpturen lebendig.