Grab- und Gedenkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
Künstler: Wilhelm Wulff
Jahr: 1936
Das Mahnmal, eine 2,40 m hohe Bronzeskulptur eines Bergmanns in Dortmund-Mengede ist ein Zeugnis der Trauer um die 17 Opfer des Grubenunglücks auf der Zeche Adolf von Hansemann im Jahr 1935. Geschaffen wurde das Werk vom Soester Bildhauer Wilhelm Wulff (*1891, †1980), welches am Rande eines Gräberfeldes mit schlichten Sandsteinplatten steht. Die Figur zeigt einen trauernden Bergmann in heroischer Pose: Kopf gesenkt, Hut an den Körper gepresst und eine Grubenlampe haltend – Symbole seiner Profession und moderner Arbeitsbedingungen. Die Skulptur ruht auf einem rechteckigen Steinsockel und ist auf der Plinthe signiert sowie datiert mit „WILH. WULFF SOEST 1936“. Ihre kraftvolle Erscheinung wird durch die breitbeinige Stellung und muskulöse Körperlichkeit unterstrichen. Das Denkmal wurde am 19. Juli 1936 enthüllt und diente auch propagandistischen Zwecken des Nationalsozialismus; Begriffe wie „Helden der Arbeit“ wurden zur Verklärung herangezogen. Der Architekt Fritz Schupp war für die Gesamtgestaltung verantwortlich, bekannt für seine Mitwirkung an der Planung des Schacht 12 der Zeche Zollverein in Essen. Dieses Kunstwerk steht nicht nur als Erinnerungsstück für die tragische Katastrophe sondern reflektiert auch den Geist seiner Entstehungszeit.
