Antifaschistisches Mahnmal Bittermark

MahnmalSkulpturRelief

Künstler: Will Schwarz, Karel Niestrath, Léon Zack

Jahr: 1954-1960

Das Antifaschistische Mahnmal Bittermark in Dortmund-Bittermark, ein Werk des Bildhauers Karel Niestrath und des Architekten Will Schwarz, ist eine eindrucksvolle Gedenkstätte. Errichtet zwischen 1954 und 1960 aus Beton und Muschelkalk, erinnert es an die im Rombergpark und der Bittermark von Nationalsozialisten ermordeten 347 Menschen. Die Skulptur auf dem Mahnmal zeigt eine überlebensgroße Figur eines Häftlings mit hinter dem Rücken verschränkten Händen, deren kahlköpfige und abgemagerte Erscheinung Leid sowie Widerstand verkörpert. Die Inschrift „GEMORDET KARFREITAG 1945“ prangt an der Stirnwand des nach oben hin verjüngenden Betonquaders. An den Seitenwänden sind expressive Reliefs angebracht, die in abstrahierter Form das Grauen der Naziherrschaft darstellen: Getriebene Personen, Gefangene hinter Stacheldraht und Elemente der Tötungsmaschinerie werden sichtbar gemacht. Im Inneren befindet sich eine Krypta mit Mosaiken des russisch-französischen Künstlers Léon Zack – hier wurde symbolisch eines der Opfer beigesetzt. Die Innengestaltung wurde durch Spenden der Vereinigung französischer Zwangs- und Arbeitsdeportierter finanziert. Eine Gedenktafel weist auf die Auftraggeber hin und betont mit dem Wort „PAX“ die Bedeutung von Frieden. Diese Krypta gilt als französisches Territorium auf deutschem Boden – ein Symbol deutsch-französischer Freundschaft. Jährlich wird am Karfreitag bei einer Zeremonie den Ermordeten gedacht. Das Mahnmal steht auch heute noch für die Notwendigkeit des Erinnerns.