Am 4. Oktober schließen zwölf Kirchen im Ruhrgebiet für immer ihre Türen als Ausstellungsraum – und die meisten Menschen hier haben noch keine einzige davon von innen gesehen. Die Manifesta 16 Ruhr, die größte Kunstbiennale, die diese Region seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 erlebt hat, geht am ersten Oktoberwochenende zu Ende. Der Eintritt war die ganzen 106 Tage über kostenlos. Wer sie verpasst, wartet zwei Jahre auf die nächste Ausgabe – die dann irgendwo anders in Europa stattfindet.
Aber keine Sorge, der Oktober hat noch viel mehr zu bieten. Genau genommen ist er einer der besten Monate für Kunst im Außenraum, den NRW zu bieten hat. Denn wenn die Tage kürzer werden, beginnt die Hochsaison der Lichtkunst: Vom 23. Oktober bis zum 6. November leuchten bei den 9. Nächten der Lichtkunst gleich zehn Städte zwischen Lünen und Lippstadt. Dazu kommen Skulpturenparks im Herbstlicht, Street-Art-Touren, Vernissagen und jede Menge kostenlose Führungen.
Ich habe für euch alle Termine zusammengetragen – nach Städten alphabetisch sortiert und innerhalb der Städte chronologisch nach Datum. Ein Fokus liegt wie immer auf Kunst im öffentlichen Raum, weil ich genau diese Werke mit meiner App Artventure digitalisiere und zugänglich mache. Viele der Veranstaltungen sind kostenlos.
Warum ich diesen Monat besonders mag
Als ich angefangen habe, mich mit Kunst im öffentlichen Raum zu beschäftigen, war ich vor allem eins: genervt. Ich bin in Dortmund an Skulpturen vorbeigelaufen, die ich seit Jahren kannte, und konnte nicht sagen, von wem sie waren. Schilder fehlten, waren beschmiert oder zerkratzt. Ich stand vor einem Werk, zückte das Handy – und fand nichts. Diese kleine, alltägliche Frustration war der Grund, warum es die Artventure App heute gibt.
Im Oktober kippt dieses Gefühl aber jedes Jahr ins Gegenteil. Ich erinnere mich an einen Abend an der Lippstädter Lichtpromenade, es war schon dunkel und ziemlich kalt, und plötzlich fing dieses schwimmende Glashaus im alten Lippearm an zu leuchten. Neben mir stand ein älterer Herr mit Hund, der offensichtlich seine Abendrunde drehte, und sagte, ohne mich anzuschauen: „Da geh ich seit zwanzig Jahren dran vorbei.“ Und dann, nach einer Pause: „Ist eigentlich ganz schön.“
Genau darum geht es. Kunst im öffentlichen Raum braucht keine Eintrittskarte und keinen Kunstgeschichte-Abschluss. Sie braucht nur jemanden, der einmal stehen bleibt. Der Oktober macht das leicht – weil die Werke im Dunkeln plötzlich leuchten und weil man sowieso schon einen Schal dabei hat.
Das Wichtigste im Überblick
- bis 4. Oktober – Manifesta 16 Ruhr in Bochum, Duisburg, Essen und Gelsenkirchen, Eintritt frei
- bis 4. Oktober – „Unheimliche Verschiebungen“ rund um den Dortmunder Hauptbahnhof
- 23. Oktober bis 6. November – 9. Nächte der Lichtkunst in zehn Städten der Hellweg-Region
- ganzer Monat – Skulpturenparks in Wuppertal, Bochum, Köln und Herne im Herbstlicht
Aachen
11. Oktober, 15 Uhr – Öffentliche Führung im Ludwig Forum
Das Ludwig Forum bietet jeden 2. und 4. Sonntag im Monat eine öffentliche Führung an. Kosten: 3 Euro zuzüglich Museumseintritt, keine Anmeldung nötig. Rund um das Haus lohnt sich außerdem ein Blick in den Park.
Zum Programm des Ludwig Forums
16. und 17. Oktober, jeweils 19 Uhr – „Hamid Zénati. Cut Out“
Zwei Abendtermine im Ludwig Forum zum Werk des deutsch-algerischen Künstlers, der Textil, Muster und Malerei verband.
Zu den Terminen
25. Oktober, 15 Uhr – Kostenfreie Führung im Kunsthaus NRW Kornelimünster
Jeden letzten Sonntag im Monat führt Kunsthistorikerin Gabriele Teuteberg rund 60 Minuten durch Sammlungspräsentation, Wechselausstellung und – mein persönliches Highlight – den Skulpturengarten des Hauses. Die Führung ist kostenlos.
Zum Kunsthaus NRW
25. Oktober, 15 Uhr – Öffentliche Führung im Ludwig Forum
Zweiter Termin der Reihe im Oktober.
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Bochum
bis 4. Oktober – Manifesta 16 Ruhr, „This is not a church“
Bochum ist eine der vier Gastgeberstädte der europäischen Wanderbiennale. Vier ehemalige Kirchen sind hier bespielt, darunter die Christ-König-Kirche und eine Nachkriegs-Notkirche im ehemaligen Arbeiterviertel Goldhamme. Der Eintritt ist frei, ein Ticket wird nicht benötigt. Geöffnet Di–Do 11–18 Uhr, Fr/Sa 11–19 Uhr, So 11–18 Uhr.
Zu den Veranstaltungsorten der Manifesta 16 Ruhr
ganzer Monat – Skulpturenpark Schlosspark Weitmar
Der Schlosspark ist frei zugänglich und einer der schönsten Orte für Kunst im Außenraum im ganzen Revier: Werke von Richard Serra, Lee Ufan, François Morellet, Erich Reusch und Giuseppe Spagnulo stehen zwischen jahrhundertealten Bäumen und der Ruine von Haus Weitmar. Der Eintritt in die ständige Sammlung von Situation Kunst ist ebenfalls frei.
Zu Situation Kunst
ganzer Monat – Neue Ausstellung im Museum unter Tage
Seit dem 23. September läuft im unterirdischen Museum im Schlosspark die neue Wechselausstellung (bis 17. Januar 2027). Dazu gibt es öffentliche Sonntagsführungen für 3 Euro.
Zu den Führungen
23. Oktober, 19 Uhr – Eröffnung „Maria Pinińska-Bereś. Under the Pink Flag“
Das Kunstmuseum Bochum eröffnet die umfassende Einzelausstellung der polnischen Künstlerin (1931–1999) mit Skulpturen, Objekten, Installationen und Performance-Dokumenten. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei. Eine Kooperation mit dem Kunstmuseum Luzern.
Zur Ausstellung
ganzjährig – rund 700 Kunstwerke im Bochumer Stadtraum
Wer nach der Manifesta weitermachen will: Bochum hat einen der dichtesten Skulpturenpfade Deutschlands. Über Richard Serras umstrittenes „Terminal“ am Hauptbahnhof habe ich hier schon einmal ausführlich geschrieben.
Zum Beitrag über das Terminal
Bonn
ganzer Monat – „Interactions 2026“ im Außenraum der Bundeskunsthalle
18 interaktive Arbeiten auf dem Museumsplatz, der Südwiese, dem Dachgarten und im frei zugänglichen Foyer – darunter Jeppe Heins Wasserpavillon, Carsten Höllers Bonner Rutschbahn und Olaf Nicolais Torwände. Kunst zum Anfassen, Benutzen und Bespielen, im Außenbereich ohne Ticket.
Zu Interactions 2026
3. Oktober – Freier Eintritt zum Tag der Deutschen Einheit
Die Bundeskunsthalle öffnet alle Ausstellungen kostenfrei. Ein guter Tag, um den Feiertag sinnvoll zu füllen.
Zur Bundeskunsthalle
8. Oktober, 19 Uhr – Ausstellungseröffnung „NIE WIEDER! Gegen das Vergessen der NS-Verbrechen“
Auftakt des Bonner Kulturherbstes, Eintritt frei.
Zum Termin
Dortmund
bis 4. Oktober, Mi–So 11–18 Uhr – „Unheimliche Verschiebungen“
Der Beitrag von Urbane Künste Ruhr zur Ruhrtriennale ist für mich das spannendste Kunst-im-öffentlichen-Raum-Projekt des Jahres in Dortmund: Skulpturen, Installationen und Interventionen an verschiedenen Orten rund um den Hauptbahnhof und in der Ev. Stadtkirche Sankt Petri, mit Arbeiten von Aleksandra Domanović, Joanna Piotrowska, Transsolar, Neda Saeedi und anderen. Alle Standorte sind fußläufig erreichbar.
Zur Ausstellung
1. Oktober – „Baum(t)raum – herbstbunt!“ im Westfalenpark
Der Westfalenpark startet in den Herbst. Wer ohnehin dort ist: Im Park steht eine der höchsten Dichten moderner Kunst in ganz Dortmund.
Zu den Westfalenpark-Terminen
10. Oktober, 14–15:30 Uhr – „Unionviertel – Streetart, Vielfalt und Lebendigkeit“
Fußtour durch Dortmunds Westen: Vom Dortmunder U vorbei am ehemaligen Lagerhochhaus der Union-Brauerei Richtung Westpark. Unterwegs geht es um Strukturwandel, Stadtumbau und vor allem um die Murals und Wandbilder des Viertels. Start und Ziel am Dortmunder U.
Zur Streetart-Tour
11. Oktober, 11–18 Uhr – Herbstmarkt im Westfalenpark
Unter dem Motto „Malerei trifft Holz, trifft kreatives Gestalten. Und die Kettensäge ist dabei!“ – Kunsthandwerk und Live-Gestaltung im Park, im Parkeintritt inbegriffen.
Zum Programm
ganzer Monat – Führungen des Ressorts Kunst im öffentlichen Raum
Das städtische Ressort KiöR bietet monatlich kostenlose Führungen zu wechselnden Kunstwerken und Künstler*innen an. Termine werden laufend veröffentlicht, Anmeldung über das Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Außerdem gibt es eine öffentliche Online-Datenbank mit hunderten Werken.
Zum Ressort Kunst im öffentlichen Raum
Duisburg
bis 4. Oktober – Manifesta 16 Ruhr
Duisburg ist eine der vier Gastgeberstädte, bespielt werden unter anderem entweihte Nachkriegskirchen wie die Kulturkirche Liebfrauen. Eintritt frei.
Zu den Manifesta-Standorten
bis 18. Oktober – „Anish Kapoor. Wilhelm-Lehmbruck-Preisträger“
Letzte Wochen der verlängerten Ausstellung im Lehmbruck Museum. Der zugehörige Skulpturenpark im Immanuel-Kant-Park ist frei zugänglich und im Herbst besonders schön.
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Düsseldorf
ganzer Monat – „Jörg Immendorff“ im Kunstpalast
Die erste umfassende Retrospektive des „Malerfürsten“ in der Stadt, in der er jahrzehntelang studierte, lehrte und arbeitete – rund 120 Exponate, darunter großformatige Gemäldeserien, Skulpturen und bisher ungesehenes Archivmaterial. Läuft bis 10. Januar 2027.
Zum Kunstpalast
ganzer Monat – „Niki de Saint Phalle. Dream Machine“
Die große Retrospektive im Kunstpalast läuft bis 7. Februar 2027. Für alle, die sich für Kunst im Außenraum interessieren, besonders spannend: ihre Entwürfe für monumentale Skulpturen.
Zur Ausstellungsübersicht Düsseldorf
15. Oktober – Eröffnung „Winfred Gaul. Werke aus der Sammlung Kemp“
Rund 120 Gemälde und Papierarbeiten des Düsseldorfer Künstlers (1928–2003) aus der Sammlung Willi Kemp, im Kunstpalast bis 7. Februar 2027.
Zum Kunstpalast
Essen
bis 4. Oktober – Manifesta 16 Ruhr
Essen zeigt Programm unter anderem in St. Gertrud und St. Marien. Der Eintritt ist frei, das Programm reicht von Ausstellungen über Performances bis zu Workshops.
Zum Manifesta-Programm
7. Oktober, 11 Uhr – Kunstspaziergang mit Baby auf Zollverein
Jeden ersten Mittwoch im Monat von April bis Oktober – der letzte Termin der Saison. Anderthalb Stunden zu den Skulpturen von Alf Lechner, Ansgar Nierhoff und Ulrich Rückriem, mit Pausen zum Stillen, Wickeln und Füttern. Treffpunkt: Fuß der orangefarbenen Rolltreppe an der Kohlenwäsche.
Zum Zollverein-Kalender
ganzer Monat – „Kunstspaziergang Zeche“ auf Zollverein
Die Führung läuft von April bis Oktober und führt an zwölf Werken aus der über 20 Skulpturen umfassenden Außensammlung der Stiftung Zollverein vorbei – inklusive Maria Nordmans Konzeptarbeit „LA PRIMAVERA“. Erwachsene 10 Euro, ermäßigt 7 Euro. Letzte Chance in diesem Jahr.
Zu den Zollverein-Führungen
ganzer Monat – Kunst auf Zollverein auf eigene Faust
Das Welterbegelände ist jederzeit frei zugänglich. Wer lieber allein losläuft: Es gibt eine kostenlose Broschüre „Kunst auf Zollverein 2026“.
Zur Kunst auf Zollverein
Gelsenkirchen
bis 4. Oktober – Manifesta 16 Ruhr, Hauptquartier in Ückendorf
Gelsenkirchen ist das organisatorische Herz der Biennale: Im ehemaligen Pfarrhaus von St. Josef an der Virchowstraße laufen die Fäden zusammen. Bespielt werden außerdem St. Anna in Schalke-Nord (mit der Musikhalle „Hatay Engin“), St. Bonifatius mit dem „Ferdane Satır Teegarten“ und die Thomaskirche mit dem „Hava Güleç Wohnzimmer“. Eintritt frei.
Zu den Veranstaltungsorten
bis 4. Oktober – „Open Walks“ zwischen den Kirchen
Kostenlose geführte Spaziergänge, unter anderem von St. Bonifatius zur Thomaskirche, auf Deutsch und Englisch. Für mich der beste Einstieg, wenn man nicht weiß, wo man anfangen soll.
Zu den Open Walks
ganzer Monat – „Radikale Hoffnung. Kunst und Arbeitskampf“
Das Kunstmuseum Gelsenkirchen zeigt künstlerische Perspektiven auf Arbeitskämpfe und Protestästhetiken, unter anderem mit Arbeiten von Jeremy Deller, Claire Fontaine, Selma Selman und Irène Mélix. Dazu gibt es öffentliche Führungen.
Zur Ausstellung
Herne
bis 4. Oktober – Manifesta 16 + Projekt in Herne
Herne ist eine der zehn Städte, in denen das „Manifesta 16 +“-Programm lokale Künstler*innen und Initiativen zeigt – leerstehende Kirchengebäude werden zu Orten der Begegnung.
Zum Manifesta 16 + Programm
bis 18. Oktober – Ausstellung in den Flottmann-Hallen
Letzte Wochen der aktuellen Ausstellung in den denkmalgeschützten Industriehallen. Der Eintritt ist frei, geöffnet Mittwoch bis Sonntag 14–18 Uhr, montags geschlossen. Mein Tipp: Plant Zeit für das Außengelände ein – es wurde zu einem parkähnlichen Areal umgestaltet und beherbergt einen eigenen Skulpturenpark.
Zu den Flottmann-Hallen
bis 25. Oktober – Ausstellung in der Städtischen Galerie im Emschertal-Museum
Noch bis Ende Oktober zu sehen.
Zur Ausstellungsübersicht der RuhrKunstMuseen
Köln
4. Oktober, 15 Uhr – Öffentliche Führung durch den Skulpturenpark Köln
Jeden ersten Sonntag im Monat. Treffpunkt ist der Parkeingang Riehler Straße, Erwachsene zahlen 8 Euro, Schüler*innen, Azubis und Studierende 2 Euro, Kinder bis 10 Jahre kostenlos.
Zu den Führungsterminen
ganzer Monat – Skulpturenpark Köln, Eintritt frei
35.000 Quadratmeter Freiluftmuseum für zeitgenössische Skulptur zwischen Zoobrücke, Konrad-Adenauer-Ufer und Riehler Straße. Ab Oktober gelten die Winteröffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11–17 Uhr. Der Eintritt kostet nichts.
Zum Skulpturenpark Köln
Lippstadt
ganzer Monat – Lichtpromenade Lippstadt
Zwanzig Lichtkunstwerke zwischen Mattenklodtsteg und Soesttor, entlang von Lippe und Kanal. Darunter „die Arche“, ein schwimmendes Glashaus voller Neonzeichen, die geheimnisvolle „Undine“ und der beleuchtete Steg „Milky Way“. Die Werke gehen etwa 30 Minuten nach Sonnenuntergang an – im Oktober also angenehm früh. Kostenlos und jederzeit zugänglich.
Zur Lichtpromenade Lippstadt
ab Oktober, zweimal monatlich – Führung „Durch die Nacht … entlang der Lichtpromenade“
Ab Oktober wird die öffentliche Abendführung von einmal auf zweimal im Monat aufgestockt. Anmeldung über die Stadtinformation im Rathaus.
Zu den Führungen
23. Oktober bis 6. November – 9. Nächte der Lichtkunst im Wasserturm
Für die Jubiläumsausgabe werden ausgewählte Lichtkunstwerke temporär in besondere Räume gebracht – in Lippstadt in den Wasserturm, wo ohnehin schon Jan-Peter E. R. Sonntags unendlich steigende Licht-Klang-Säule installiert ist. Das vollständige Programm erscheint Mitte September, Tickets für die Lichtreisen gibt es ab Ende September in den beteiligten Städten.
Zu den 9. Nächten der Lichtkunst
Lünen
ganzer Monat – Drei Lichtkunstwerke im Innenstadtgebiet
Lünen hat sich in den letzten Jahren still und leise zu einer echten Lichtkunststadt entwickelt. Besonders sehenswert: Martin Pfeifles Arbeit „radial“ an der Langen Straße, die seit 2016 als leuchtendes „Stadttor“ funktioniert, und „Licht_blau“ auf dem Rathausvorplatz, wo sich Licht in konzentrischen Ringen ausbreitet wie Wellen nach einem Steinwurf.
Zur Kunst im öffentlichen Raum in Lünen
23. Oktober bis 6. November – 9. Nächte der Lichtkunst in der Ev. Stadtkirche
Zwei Wochen lang wird die evangelische Stadtkirche Lünen zum temporären Lichtkunstraum. Gezeigt werden Arbeiten renommierter Lichtkünstler*innen aus Museums- und Privatsammlungen – Namen wie Jan van Munster, François Morellet, Timm Ulrichs, Spencer Finch, Mischa Kuball, Anette Sauermann und Margareta Hesse stehen auf der Liste. Dazu gibt es Vorträge, Diskussionsrunden und ein Begleitprogramm.
Zum Kulturbüro Lünen
Unna
ganzer Monat – „LIGHT DIALOGUES. Werke aus dem SCHAUWERK Sindelfingen“
Das Zentrum für Internationale Lichtkunst feiert 2026 sein 25-jähriges Jubiläum – und zeigt dazu in den Gewölben der ehemaligen Lindenbrauerei, zehn Meter unter der Erde, die große Wechselausstellung (bis 10. Januar 2027). Besuche sind überwiegend im Rahmen von Führungen möglich, einmal im Monat gibt es eine offene Begehung im eigenen Tempo.
Zum Zentrum für Internationale Lichtkunst
ganzer Monat – James Turrells Skyspace „Third Breath“ zur Dämmerung
Von Mai bis Oktober wird der Himmel über Unna in Turrells Skyspace nach dem Prinzip einer Camera obscura erfahrbar. Im Oktober läuft die Saison aus – und weil es früher dunkel wird, sind die Dämmerungstermine gut erreichbar.
Zum Skyspace-Special
23. Oktober bis 6. November – 9. Nächte der Lichtkunst, Startpunkt für die Lichtreisen
Unna ist traditionell einer der wichtigsten Ausgangspunkte für die begleiteten Lichtreisen per Bus, die zu den 51 dauerhaft installierten Lichtkunstwerken zwischen Ahlen und Fröndenberg sowie zu den temporären Installationen führen. Vor dem Museum steht dauerhaft Giny Vos’ „Light Phenomena“, am Schornstein der Lindenbrauerei leuchtet Mario Merz’ Fibonacci-Reihe.
Zu HELLWEG – ein LICHTWEG
Wuppertal
Der Skulpturenpark Waldfrieden hat im Oktober noch die langen Öffnungszeiten (Di–So 11–18 Uhr, bis einschließlich 31. Oktober) – danach wird auf den Winterbetrieb umgestellt. Wer die 14 Hektar zwischen Elberfeld und Barmen im Herbstlaub sehen will, sollte diesen Monat nutzen. Alle Führungen unter skulpturenpark-waldfrieden.de.
2. Oktober, 19 Uhr – Café Podest: Dinnerabend in der Villa Waldfrieden
Mit Gastkoch Hakan Aybir vom Restaurant Esskultür[k]. Kunst und Essen in Tony Craggs Villa.
Zum Termin
3. Oktober, 15 Uhr – Kinderführung „Farbe, Farbe“ + Überblicksführung
Für Kinder von 6 bis 10 Jahren (ohne Begleitung), parallel zur Überblicksführung für Erwachsene. Ein cleveres Format für Familien.
Zu den Terminen
4., 10., 11., 17., 18., 24., 25. und 31. Oktober, jeweils 15 Uhr – Überblicksführung durch den Skulpturenpark
Der Klassiker für alle, die zum ersten Mal da sind: Geschichte des Parks, Kunst Tony Craggs, Architektur der Villa Waldfrieden und die aktuellen Wechselausstellungen in 90 Minuten.
Zu den Führungsterminen
11. Oktober, 13 Uhr – Sonderführung „Farbe, Farbe! Willi Baumeister, Franz Krause, Oskar Schlemmer“
Die große Herbstausstellung läuft bis 3. Januar 2027.
Zur Ausstellung
13. Oktober, 11:30 Uhr – „Kleine Augen, Große Kunst“
Für Eltern und Großeltern mit Kindern bis einem Jahr.
Zum Termin
21. Oktober, 11:15 Uhr – Mittwochsführung: Schlemmer, Baumeister und Krause
Kombiangebot mit dem Von der Heydt-Museum – zwei Häuser, ein Thema.
Zum Kombiangebot
25. Oktober – Dreifach-Programm im Skulpturenpark
11:15 Uhr Führung „Im Fokus: Oskar Schlemmer“, 13 Uhr Sonderführung „Farbe, Farbe!“, 15 Uhr Überblicksführung und um 16:30 Uhr der Architektur Apéro in der Villa Waldfrieden. Treffpunkt jeweils vor der Villa.
Zu allen Terminen
Region: Die letzten Tage der Manifesta 16 Ruhr
Noch einmal, weil es wirklich wichtig ist: Die Manifesta 16 Ruhr endet am 4. Oktober 2026. Zwölf leerstehende Nachkriegskirchen in Bochum, Duisburg, Essen und Gelsenkirchen, über 100 internationale Künstler*innen, dazu 16 Sonderprojekte des „Manifesta 16 +“-Programms in Dortmund, Herne, Mülheim, Marl, Bottrop und Oberhausen. Erstmals in der Geschichte der Biennale war der Eintritt komplett kostenlos.
Wer noch nicht da war: Startet an einem der Info-Points, nehmt eine Gratiskarte mit und plant euch einen Parcours. Es gibt außerdem Fahrradrouten, die gemeinsam mit dem Regionalverband Ruhr und der Ruhr Tourismus GmbH entwickelt wurden.
Zum vollständigen Manifesta-Programm
Kunst entdecken – auch ohne Termin
Das Schöne an Kunst im öffentlichen Raum: Sie hat keine Öffnungszeiten. Auch wenn ihr keinen einzigen dieser Termine schafft, steht in eurer Stadt vermutlich ein Kunstwerk, an dem ihr seit Jahren vorbeilauft, ohne es je richtig angeschaut zu haben.
Genau dafür gibt es die Artventure App. Über 1.100 Kunstwerke in NRW sind bereits auf unserer interaktiven Karte verzeichnet – Skulpturen, Street Art, Lichtkunst, Kunst am Bau, Mosaike, Reliefs und Denkmäler, jeweils mit den Geschichten dahinter zum Lesen oder Hören. Mit der Routenfunktion lasst ihr euch direkt hinnavigieren. Die App ist kostenlos, für Android und iOS, ganz ohne Anmeldung.
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Ihr wollt erst mal stöbern? Dann schaut in die interaktive Kunstkarte oder abonniert unseren Newsletter – einmal im Monat Neuigkeiten rund um Kunst im öffentlichen Raum, mehr nicht. Und wer keinen Termin verpassen will, folgt uns am besten auf Instagram.
Termin verpasst? Es geht weiter
Falls ihr im September schon etwas verpasst habt: Hier findet ihr den Veranstaltungsguide für September 2026. Und die Nächte der Lichtkunst laufen noch bis zum 6. November hinein – der November wird also auch nicht langweilig.
Mir ist bei der Recherche wieder aufgefallen, wie unglaublich viel in NRW passiert – und wie schwer es ist, den Überblick zu behalten. Gut möglich, dass ich etwas übersehen habe.
Welches Kunstwerk im öffentlichen Raum in eurer Stadt verdient viel mehr Aufmerksamkeit, als es bekommt? Schreibt es mir in die Kommentare – ich nehme die besten Tipps in die Artventure App auf!
