Bernd Moenikes
Bernd Moenikes, geboren 1955 in Gelsenkirchen, ist ein vielseitiger Künstler, der bedeutende Beiträge zur Welt der Kunst geleistet hat. Obwohl er zunächst Sonderpädagogik und Kunst an der Universität Dortmund von 1974 bis 1980 studierte, führte seine Leidenschaft für Kreativität ihn dazu, eine Karriere als Bildhauer anzustreben.
Nach Abschluss seines ersten Staatsexamens in Kunstpädagogik im Jahr 1981 absolvierte Moenikes eine Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer. Er bewältigte mühelos mehrere Rollen und war sowohl Direktor der "Galerie junge Kunst" als auch Kunstredakteur des Magazins "Guckloch". In dieser Zeit erwarb er auch seinen Gesellenbrief.
Moenikes wurde 1983 Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler (Ruhrgebiet) und gründete 1984 die bedeutende Künstlergruppe MAP. Im Laufe seiner Karriere hat sich Moenikes hauptsächlich auf die Arbeit mit Holz konzentriert, aber auch andere Medien wie Bronze und Marmor erkundet. Sein künstlerisches Repertoire erstreckt sich über die Bildhauerei hinaus auf verschiedene Formen wie Grafik und Filmproduktion.
Was Moenikes' Werk auszeichnet, ist seine Fähigkeit, Skulpturen zu schaffen, die Kontraste aufweisen - indem er gleichzeitig Robustheit und Feinheit durch Rauheit in Verbindung mit Komplexität oder Schwere in Kombination mit Zerbrechlichkeit einfängt. Diese gegensätzlichen Elemente manifestieren sich in seinen Kunstwerken: Eine rätselhafte weibliche Figur mit dem Titel "Schwebende" wirkt aufgrund ihrer grob gesägten Kanten und kraftvollen Beine visuell schwer, während ihr kleiner Kopf dagegen steht. Die lebensgroße Skulptur "Windfrau" streckt sich elegant nach oben in Richtung Windböen - ein Symbol, das pure Lebensfreude feiert.
Zu Moenikes' bemerkenswerten Schöpfungen gehören zweifellos seine Serie von "Vogelmenschen". Skulpturen wie Daidalos, geschmückt mit einer bronzenen Goldkappe, und Ikarus erforschen das menschliche Verlangen nach Flug und Transzendenz - ein zeitloses Thema, das tief in der Mythologie verwurzelt ist.
Als Künstler, der sich für Umweltbelange engagiert, hat Moenikes im Laufe seiner Karriere zahlreiche Kunst- und Umweltprojekte initiiert. Zu den bemerkenswerten Unternehmungen gehören das Projekt "100 Bäume für den Regenwald" von 1990 bis 1994 sowie Zusammenarbeiten wie "Greenart" mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Jahr 1995. Für sein Engagement in der Kunst, die sich mit Umweltschutz beschäftigt, erhielt er 2003 ein Stipendium von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Im selben Jahr wurde Moenikes für den ZDF-Preis Munda Award nominiert, der sein Werk im Bereich Ökologie und Innovation würdigt.
Im Laufe seiner umfangreichen Karriere hat Moenikes seit 1988 national und international weitreichend ausgestellt. Seine Kunstwerke bereichern weiterhin öffentliche Räume in Städten wie Dortmund und Münster mit neuen Installationen, die das Publikum fesseln.
Bernd Moenikes lebt und arbeitet als Bildhauer in Dortmund in seiner Werkstatt in Neuasseln und vereint auf geschickte Weise kreative Ausdruckskraft mit bedeutungsvollem Engagement in der Gesellschaft.
