Ernst-August-Denkmal

DenkmalPlastik

Künstler: Albert Wolff

Jahr: 1861

Wo treffen sich die Hannoveraner:innen am Hauptbahnhof? „Unterm Schwanz“. Klingt frech, ist aber harmlos: Gemeint ist der Schweif dieses Pferdes, der genau zum Bahnhofseingang zeigt. Das bronzene Reiterstandbild auf dem Ernst-August-Platz zeigt König Ernst August von Hannover (1771–1851) in Husarenuniform. Geschaffen hat es der Berliner Bildhauer Albert Wolff. Eingeweiht wurde das Denkmal 1861, zehn Jahre nach dem Tod des Königs. Bezahlt wurde es aus öffentlichen Sammlungen und Spenden. Auf dem Granitsockel steht „Dem Landesvater sein treues Volk“. Ganz so treu war das Volk nicht immer. Kurz nach seinem Regierungsantritt hob Ernst August 1837 die liberale Verfassung des Königreichs auf. Sieben Göttinger Professoren protestierten, verloren ihre Ämter, und drei von ihnen mussten das Land verlassen. Ihr Denkmal steht nicht einmal einen Kilometer entfernt am Landtag, und auch dort sitzt Ernst August hoch zu Ross. Der König ist schon mehrfach umgezogen. Wegen des U-Bahn-Baus stand er ab 1971 vier Jahre lang neben dem Landtag an der Leine. 1975 kehrte er unter großer Anteilnahme an den Bahnhof zurück. 1986 musste er noch einmal von seinem Sockel, weil Schmutz und saurer Regen die Bronze angegriffen hatten. Stell dich einmal vor das Pferd: Von dort blickt der König über die Bahnhofstraße in die Innenstadt und überblickt das Geschehen.

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