Ohne Titel

BrunnenPlastik

Künstler: Gwendolyn Liselotte Blume, Familie Irdenbrand

Jahr: 1959

Der Keramikbrunnen, ein Werk von Gwendolyn Lieselotte Blume, zählt zu den originellen Kunstinstallationen, die anlässlich der Bundesgartenschau 1959 im Westfalenpark in Dortmunds Innenstadt-Ost enthüllt wurden. Charakteristisch für das Designjahrzehnt, zeichnet sich der Brunnen durch eine spielerische Abstraktion aus. Im Rahmen eines nationalen Wettbewerbs wurde dieses Objekt als eines von 24 auserwählten Kunstwerken präsentiert und dank einer Spende der Stadtwerke Dortmund umgesetzt. Die Beschriftung "Keramik-Brunnen – Firma Irdenbrand – Keramik Fliesen" weist auf die Mitwirkung des seit 1948 von Blume mitgeführten Keramikhofs Irdenbrand hin. Die Brunnensäule erreicht eine Höhe von 1,65 m und besteht aus sechseckigen Kacheln mit kleinen Öffnungen, die Einblicke gewähren und eine Durchsicht ermöglichen. Wasserdüsen auf der farblich abgestimmten Haube lassen feine Wasserstrahlen in das Becken fließen. Trotz ihrer robusten Erscheinung vermittelt die Säule durch ihre perforierten Kacheln und die zarten Pastellfarben der angrenzenden Fliesen einen Eindruck leichter Verspieltheit. Die Kacheln erinnern dabei eher an Bienenwaben oder Schuppen eines natürlich entstandenen Gebildes und tragen zur organischen Anmutung des Brunnens bei.