Kriegerehrenmal in Lütgendortmund, Gefallene 1914-1918

Kriegerehrenmal in Lütgendortmund, Gefallene 1914-1918

Kriegerdenkmal Relief Plastik

Künstler: Heinrich Strunck, Theodor Nöker, Josef Wentzler

Jahr: 1929

Das Kriegerdenkmal in Dortmund-Lütgendortmund, ein Relief aus Sandstein und Bronze, gedenkt der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten. Es wurde 1929 eingeweiht und misst beeindruckende 2,50 m in der Höhe sowie 10,00 m in der Breite. Die Architekten Heinrich Strunck und Josef Wentzler entwarfen eine Mauer aus unterschiedlich bearbeiteten Sandsteinen an der Nordseite der St. Bartholomäuskirche, die das Grundstück bereitstellte. Die Gestaltung des Denkmals war durch vier lange Reihen glatter Steinplatten geprägt, auf denen die Namen der Gefallenen nach Todesjahren sortiert waren. Drei Querriegel verbinden diese Platten: Der obere zeigt ein Relief marschierender Soldaten, während der mittlere die Inschrift „Unseren Helden 1914-1918“ trägt und der untere einen toten Soldaten darstellt. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Monument schwere Schäden; Einschlaglöcher sind stumme Zeugen dieser Zeit. Viele Namen sind heute nicht mehr lesbar, da einige Platten ausgetauscht wurden. 1994 nahm Theodor Nöker eine Umgestaltung vor: Ein stilisierter Stacheldraht trennt nun das Mahnmal von der Straße ab und eine Bodentafel mit dem Text: „Den Opfern von Krieg und Gewalt zum Gedächtnis. Den Lebenden zur Mahnung“, wandelt den Ort zu einem Appell gegen Krieg um. Dieses Denkmal ist besonders dadurch gekennzeichnet, dass es nicht explizit um die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs erweitert wurde – doch auch deren Andenken schwingt implizit mit. Eine Erläuterungstafel gibt Auskunft über seine Geschichte als Baudenkmal Theresienstraße: Kriegerdenkmal und Mahnmal gegen Krieg und Gewalt.