Gedenktafel Mühlen am Hörder Bach
Künstler: Theodor Sprenger, Willi Garth
Jahr: 2000
Diese Gedenktafel aus Bronze, geschaffen im Jahr 2000 von Theodor Sprenger basierend auf einer Zeichnung von Willi Garth, misst 0,67 m in der Höhe und 0,66 m in der Breite. Sie befindet sich in Dortmund-Hörde und dient als Erinnerungsstück an die einstigen Mühlen am Hörder Bach, welche heute nicht mehr existieren. Die Inschrift auf der Tafel berichtet von einer Getreidemühle aus dem 15. Jahrhundert am Zusammenfluss von Emscher und Hörder Bach, wo Teiche angelegt wurden, um den Betrieb sicherzustellen: "Die Mühlen am Hörder Bach. Bereits aus dem 15. Jahrhundert gibt es Hinweise auf eine Getreidemühle am Zusammenlauf der Emscher und des Hörder Bachs. Dort wurde ein grosser und ein kleiner Teich aufgestaut, um immer ausreichend Wasser zum Betrieb der Mühle zu haben. Die Mühle war eine wichtige Einkommensquelle für die Grafen von der Mark, die über viele Generationen die Geschichte der Stadt Hörde bestimmten. Da sich die Mühle an der Stadtgrenze zu Dortmund befand, wurde sie kurzerhand von den Grafen von der Mark zur 'Bannmühle' erklärt. Dies bedeutete, dass auch die Bauern aus dem weiteren Umkreis, z.B. aus Brackel und Wellinghofen, ihr Korn hierher zu Verarbeitung bringen mussten. Bei Missachtung dieser Anordnung mussten die Bauern mit hohen Strafen rechnen. Eine weitere Mühle, die Oelmühle, befand sich am südlichen Bachlauf und wurde vom Clarissenkloster als Nebenerwerb betrieben. Dieser Standort verleiht noch heute der nahegelegenen Strasse ihren Namen 'Am Oelpfad'.". Willi Garth (*1938) lieferte mit seiner Zeichnung die Vorlage für dieses Werk, während Theodor Sprenger (1941–2004) es in Bronze umsetzte.
