Brücke über die Emscher bei Crange

InstallationSkulptur

Künstler: Helmut Bettenhausen

Jahr: 1985-2011

Standort: Herne

Der Anblick dieser Brücke neben dem Rhein-Herne-Kanal mag verwirren, denn sie erscheint ohne zu überquerendes Gewässer funktionslos. Die Bedeutung erschließt sich aus der Geschichte des Ortes und dem ursprünglichen Verlauf der Emscher. Helmut Bettenhausen setzt mit seinem Bauwerk aus Beton in den Maßen 320 x 800 x 1.400 cm ein Zeichen der Erinnerung, denn an dieser Stelle kreuzte der historische Gahlensche Kohlenweg einst die Emscher. Das Werk von Bettenhausen spiegelt die Entwicklung dieses alten Transportwegs wider und übersetzt die Geschichte des Ruhrgebiets in ein begehbares Symbol. Anstelle der Emscher wurden hier verschiedene Materialien wie Sand, Bruchstein, Pflaster und schließlich Beton mit einer Wegmarkierung als Bodenbelag verwendet, um die Entwicklung des Ruhrgebiets zu verdeutlichen. Das halbkreisförmige Brückentor ist zugleich eine Anspielung auf einen Bergwerkseingang oder auch „Mundloch“ und schlägt dabei eine zusätzliche Brücke zu den Arbeitswelten unter Tage. Die Arbeit wurde 2011 im Rahmen des Projekts „GrenzGebietRuhr“ realisiert und geht zurück auf eine Idee von 1985. Als Skulptur im Stadtraum lädt sie Besuchende ein, über die industrielle und landschaftliche Entwicklung des Ruhrgebiets nachzudenken.

Standort

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