Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Skulptur DenkmalKünstler: Hubert Oswald Stier, Adolf von Donndorf, Karl August von Donndorf, Friedrich Bagdons
Jahr: 1893-1902
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Dortmund-Syburg, eingeweiht im Jahr 1902 und umgestaltet 1935, thront über dem Ruhrtal an der Stelle, wo Ruhr und Lenne sich zum Hengsteysee vereinen. Das Denkmal aus Sandstein misst 20,00 m in der Höhe und erstreckt sich über eine Breite von 60,00 m. Ursprünglich bestand das Monument aus drei quadratischen Pylonen mit neugotischem Dekor sowie einem 7,00 m hohen Reiterstandbild Wilhelms I. aus Bronze, flankiert von den Figuren Bismarcks, Moltkes sowie zweier preußischer Prinzen. Nach einer Umgestaltung durch Landesbaurat Gonser blieb nur ein Pylon ohne neugotische Elemente übrig, ergänzt durch die Standbilder von Bismarck und Moltke; die Prinzenfiguren wurden entfernt. Eine Inschrift erinnert nun an das Datum der Reichsgründung: „18. Januar 1871“. Zusätzlich wurde eine stilisierte mittelalterliche Krone hinzugefügt. Die Entstehung des Denkmals geht auf ein Komitee zurück, welches nach Wilhelms I. Tod im Jahr 1888 gegründet wurde mit dem Ziel, ein "Kaiserdenkmal des Volkes für das Volk" zu errichten – finanziert durch Spenden. Der Architekt Hubert Stier lieferte den gewählten Entwurf; unterstützt wurde das Projekt auch vom Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikat. Die künstlerische Ausführung lag in den Händen von Friedrich Bagdons sowie Adolf von Donndorf und dessen Sohn Karl August von Donndorf. Das Denkmal diente nicht nur als Erholungsort sondern auch als Symbol vaterländischer Gesinnung und sollte später die Kontinuität der deutschen Reiche symbolisieren.
