Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Skulptur DenkmalKünstler: Hubert Oswald Stier, Adolf von Donndorf, Karl August von Donndorf, Friedrich Bagdons
Jahr: 1893-1902
Warum wird dieses Denkmal so häufig beschmiert? Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf der Hohensyburg wurde zwischen 1893 und 1902 nach Entwürfen des Architekten Hubert Stier errichtet. Es ist etwa 20 Meter hoch und über der Ruhrlandschaft auf einem Terrassenbau platziert. Vor dem turmartigen Baukörper steht Kaiser Wilhelm I. als monumentales Reiterstandbild aus Bronze. Flankiert wird die Plastik von Figuren Otto von Bismarcks und des Generalfeldmarschalls Helmuth von Moltke. Die massiven Werksteine des Turms, das patinierte Metall der Figuren und die erhöhten Stufenanlagen sollten die Macht des damaligen Kaiserreiches inszenieren. Benannt ist das Denkmal nach Kaiser Wilhelm I., dem es – ebenso wie „den Helden des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71“ – gewidmet ist. Über dem Reiterstandbild prangt programmatisch das Datum der Reichsgründung, „18. Januar 1871“. Es entstand im Kontext der wilhelminischen Nationalbewegung, die alte Burgruinen bewusst mit dem jungen Kaiserreich verknüpfte. 1935 wurde das Denkmal verändert, um besser in die NS-Ideologie zu passen. Seitentürme, Kaiserkrone, Adler und zwei Prinzenfiguren wurden entfernt. Wilhelm, Bismarck und Moltke wurden stattdessen als Trio der Macht in Szene gesetzt. Das Denkmal steht schon länger als kriegsverherrlichend in der Kritik. Aufgrund der imperialistischen und nationalsozialistischen Vergangenheit wird es häufiger von Aktivist*innen mit Farbe beschmiert.
